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Gesellschaft

Der "Silikon-Busen" von Petra Hinz: „Juristin“ - als "Akademiker-Porsche" einer sensiblen Frau?

Eine Prothese lindert schweres Leid: Der Fall der \"Juristin\" Petra Hinz (Bild: Regionalia)

Die falschen Angaben im Lebenslauf der Bundestagsabgeordneten Petra Hinz entfachten eine bundesweite Hysterie des Entsetzens. Die Besitzer von Examen und Titeln sehen sich "missbrauchsverletzt" und die Nichtbesitzer sind neidisch, dass die fleißige Frau mit ihrer Lebenslüge so weit kommen konnte. Hysterie ist ein Amoklauf der Angst und des Neides. Ihre Gebärmutter ist eine neurotische Störung der Gefühle und der Seele. Die Seelenforscher glauben, bei dieser Neurose spiele eigenes Geltungsbedürfnis, Egozentrismus, Angst, Minderwertigkeitsgefühl und Neid eine wesentliche Rolle. Bei den Amokläufen gegen Fußball-Präsident Uli Hoeneß und Bundespräsident Christian Wulff habe ich mit meinen bundesweit verbreiteten Artikeln versucht, die erhitzten deutschen Gemüter zu einer seriösen und sachlichen Bewertung anzustoßen, und dabei aus juristischen Gründen das Wort „Wulffen“ erfunden. Ich wollte nicht in die „Erdgogan-Falle“ der Beleidigung eines Staatsoberhauptes laufen. Jetzt zeigt auch die Hysterie am Münchner Stachus, oder die Kampagne der Verachtung gegen die Essener SPD-Bundestagsabgeordnete Petra Hinz, dass die "dunklen Gefühle" der eigenen Seele die Bewertungen beherrschen, statt die Suche nach ihrem Motiv:

Das verletzte Schamgefühl, das „Clair-obscur“ der menschlichen Natur.

Dieses dunkle Gefühl wird beherrscht von dem heimlich gefühlten Selbstwert, dem Ehrgefühl und dem doppelten Sinn des „Sichschämens“ und „Du solltest Dich schämen“. Das Motiv der Scham von Petra Hinz findet sich bereits im Sündenfall-Mythos des alten Testaments über das Essen der verbotenen Frucht: „Da wurden ihre Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackend waren und flochten Feigenblätter zusammen und machten ihnen Schürzen" (Buch Moses). Das Feigenblatt für die leidende Scham von Petra Hinz gegen die penetrante Zurschaustellung und Überheblichkeit unserer Titelträger war die „Juristin“. Damit schlug sie die überheblichen öffentlichen Schausteller von Titeln und Staatsexamen mit ihren eigenen Waffen. Sie war fleißig und leistet gleiche Arbeit, aber ihre „Juristin“ war nur eine Prothese. 

Nur Götter schämen sich nicht.

Nach der primitiven Hetze auf Petra Hinz befürchte ich, dass sie sich seelisch in einer gefährlichen Enge befindet. Obwohl ich aus Freiburg komme und sie nicht persönlich kenne, tut sie mir leid. Ich habe ihr deshalb an ihre Berliner Adresse geschrieben und ihr geraten, wie sie aus der Klemme kommen kann. Ich habe ihr empfohlen, ihre Motive zu nennen und einen Feldzug gegen die vermeintliche Herrschaft der Akademiker und der penetranten Titel-Schausteller zu führen. Denn viele Millionen Deutsche bringen täglich hervorragende Leistungen und haben kein akademisches Studium und keine Titel. Der Journalist Michael Passon hat dazu unter dem Titel „Hetzjagd auf Petra Hinz“ einen charaktervollen Leitartikel in der "Westdeutschen Zeitung" geschrieben und zum „Fremdschämen“ aufgefordert.

www.wz.de/home/leitartikel/hetzjagd-auf-petra-hinz-1.2244270

Auch der Verfassungsrechler Thomas Darnstädt hat unter dem Titel "Petra Hinz und die SPD: Total verrannt“ einen bemerkenswerten Artikel im SPIEGEL geschrieben. Er hat dargelegt, warum die ultimative Forderung der Rückgabe ihres Mandats rechts- und verfassungswidrig ist. Peinlich ist sie gar, weil sie auch von einem Wächter über die Justiz, von NRW-Justizminister Thomas Kutschaty, erhoben wird. Ist Kutschaty ein gnadenloser Jurist?

www.spiegel.de/politik/deutschland/fall-petra-hinz-vergehen-gegen-die-demokratie-a-1105999.html

Endlich einmal zwei Journalisten, die nicht auch hysterisch reagieren, es auf den Punkt bringen und mit Zivilcourage zu einer Mäßigung aufrufen. Statt primitive Hetze und Nötigung zum Mandatsverzicht sollten die Motive von Petra Hinz erforscht werden. Denn es besteht möglicherweise höchste Suizidgefahr! Wo bitte kann sich diese sensible Frau noch blicken lassen, ohne der primitiven Verachtung des Straßenmobs ausgesetzt zu werden? Bei Betrachtung seiner Taktik habe ich den Verdacht,  dass der NRW-Justizminister mit Vorsicht zu genießen ist und er ein Karriere-Opportunist mit Doppelgesicht sein könnte. Welcher Nachrücker wäre begünstigt?

Jeder von uns hat schon Fehler gemacht! Jeder von uns hat auch schon gelogen! 

Es ist keinem Menschen dieser Welt möglich,  absolute rein und ohne jeden Fehler durchs Leben zu gehen. Auch der beste Gaul stolpert bekanntlich einmal.  Und selbst unserem Außenminister sind (z.B. in der Ukraine-Krise) schon schreckliche und versteckte Fehler unterlaufen. Lächerlich, wenn im Fall Hinz jetzt auch noch die Staatsanwaltschaft als "politischer Totschläger" eingesetzt wird. Wenn diese "Juristen" bei allen NRW-Politikern gleich messen und erforschen würden,  ob ihre zahlreichen Lügen ihnen selbst Vorteile und ihrem Volk Nachteile gebracht haben, ist die Staatsanwaltschaft für die nächsten 10 Jahre vollkommen ausgelastet. 

Petra Hinz hat sich einfach geschämt,  keine begehrte Akademikerin zu sein.

Es ist wahr, dass in unsere Gesellschaft die Akademiker ihr „Bessersein“ oder ihr „Besserwissen“ oft heraushängen und damit die Meinungen und den Wert von Volksschul-Absolventen stauchen. Man zeigt einfach, das man formal mehr (gebildet) ist als die Anderen und setzt die (untergebildete) Meinung seiner Mitmenschen damit zurück.

Man fährt einfach seinen "geistigen Porsche" vor und stellt ihn neben den dagegen lächerlich kleinen „VW-Polo“ des Anderen.

Da wird dann leicht das eigene Urteil groß und das des gestauchten "Kleingeistes" verliert den Machtkampf. Im Bundestag wird ein Schüler der Volksschule ganz sicher nicht immer ernst genommen und dort haben sehr viele Abgeordnete - auch nach ihrer Wahl ins Parlament - Ehrentitel kassiert. Und sie tragen diese zum Zwecke des "Autoritäts-Inkassos" auch öffentlich zur Schau. Ihre versteckte Botschaft lautet: "Was will der auch schon wissen und sagen, wo ich/wir  doch Universitäten besucht und Staatsexamen und Titel erworben haben"?  Überall können wir sehen, wie die geilen Titel-Träger sich über die anderen erheben. An den Universitäten ist es massenhaft Brauch,  dass sich die Doktoren und Professoren gegenseitig mit Titeln huldigen. Viele deutsche  Professoren führen einen Ehrendoktor von einer ausländischen Universität, viele ausländische Professoren bekamen einen Doktor-Titel aus Deutschland. Daraus wird dann eine „Multus-Doktor“ mit vielen, zahlreichen Titeln:

Ein  "Prof. Dr. Dr. h.c. mult." - das Nonplusultra und die höchste Titelwürde in Deutschland.

Lautet  die Ansage der Titel-Träger an ihre Mitmenschen: „Wenn ich ein Urteil abgebe, ist es (fast) unfehlbar. Also halte Du Dein dummes Maul“? Es gibt ein begehrtes „Dealen“ um die Professoren-Titel sogenannter außerordentlicher Honorarprofessoren. Diese Professoren der Unis haben für die Durchführung des Lehrauftrags keine überragende Bedeutung, doch ihre Titel sind für sie, als niedergelassene Ärzte, als Leiter kleiner Krankenhäuser oder als niedergelassene Rechtsanwälte, von "goldenem" Wert. Sie verleihen ihnen mehr Autorität und oft besseren Profit als den Berufsangehörigen ohne solche Titel. Die "Titel-Deals" der deutschen Universitäten habe ich recherchiert.  Sie wären einen "Titel" im "Spiegel" würdig! 

Schwanz-Verlängerungen und Busen-Vergrößerungen: Prothesen mindern schweres Leid.

Mit ihrer sensiblen Antenne hat Petra Hinz gespürt, dass sie - im Metapher gesprochen -  ohne "Schwanz-Verlängerung" bzw. ohne  "Busen-Vergrößerung"  nicht anerkannt wird und den Titelträgern scheinbar unterlegen ist. Sie hat diese  überlegene "Bildungs-Gesellschaft" einfach mit ihren eigenen Waffen geschlagen und eine "Attrappe ihres Porsches" daneben gestellt. Der Name dieses Porsches: "Juristin". Die Prothese "Juristin“ wirkt wie ein großer Silikon-Busen einer Frau.  Im Rechungsprüfungs-Ausschuss des Deutschen Bundestages bekam sie damit interessante Einblicke über das, was gierige Abgeordnete alles mit der Staatskasse abrechnen.  Diese "Juristin" wird damit in die Geschichte eingehen.  Auch in Zukunft wird es Menschen geben,  die sich wegen ihrer empfundenen geistigen oder körperlichen Minderwertigkeit, unter der sie zum Teil schwer und krankhaft leiden, "Schwanz- Verlängerungen" erwerben und zur Schau stellen, um ihre Gleichwertigkeit zu zeigen oder Aufmerksamkeit zu bekommen:

Titel, Lamborghini, Maserati, Porsche,  BMW, Mercedes, Schmuck und Gold oder wahre Leistung?

Oder fette Muskeln aus dem Muskel-Studio, um im Kurzarmshirt den anderen seine Kraftpower zu zeigen?  Der größte deutsche Erfinder aller Zeiten hat mit tausenden Patenten weder Abitur noch ein Staatsexamen und war dennoch ein Genie: Der schwäbische Tüftler Arthur Fischer. Und es gibt sogar einige große Banker und Sparkassendirektoren,  die ohne Abitur mehr Verstand haben, als alle bisherigen akademischen "Überflieger" der Deutschen Bank.

Der Beruf „Jurist“ ist nicht geschützt: Es gibt viele "praktische Juristen",  die besser sind als Akademiker.

Es gibt in der Justiz, in der öffentlichen Verwaltung, bei Notariaten, in der Wirtschaft und bei Anwälten, Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern „praktische Juristen“,  die kein juristisches Studium und kein Staatsexamen nachweisen können, aber besser sind als viele studierte Juristen. Sie haben sich intelligent und kreativ über viele Jahre in der täglichen Praxis mit den juristischen Problemen befasst und lösen sie oft besser als die studierten Juristen. Es gibt solche Juristen auch im Deutschen Bundestag. Es sind manchmal geniale, intelligente  Autodidakten, die neue und weitere Berufe schneller lernen und besser sind als viele Absolventen der Hochschulen. Petra Hinz ist eine solche Autodidaktin. Sie hat ihr Mandant mit großer Tüchtigkeit und engagierter Präsenz erfüllt. Sie sollte ihr Mandant behalten und im Bundestag für die Anerkennung der Gleichheit der Menschen, auch ohne Staatsexamen und ohne Titel, eintreten. Auch im Deutschen Bundestag gibt es viele Abgeordnete, die viel besser reden als sinnvoll schreiben und gute Gesetze entwerfen können. Sie haben tüchtige Beamte, die ihnen gesetzliche und juristische Texte schreiben, ohne selbst Juristen mit Staatsexamen oder gewählte Abgeordnete zu sein.

Überlegenheits-Arroganz züchtet Aggressionen.

Der ständige weltweite mediale Vergleich der Reichen-Schönen-Intelligenten-Großen-Starken-Wohlgeformten und die  Zurschaustellung der Überlegenheit unserer Mitmenschen erzeugt den leid- und neidvollen Minderwertigkeitskomplex. Viele Menschen maskieren dieses leidvolle Gefühl der Minderwertigkeit lebenslang.  Bei sensiblen Menschen kann er zu schwerem seelischen Leiden mutieren  und mit einer Aufgabe im Suizid enden. In extremen Fällen der Aggression wegen empfundener Minderwertigkeit kommt es nach der Ausgrenzung zum Amoklauf oder zum Terrorismus. Dann übernehmen die "dunklen Gefühle" die Herrschaft über den Menschen.  

Autor: Werner Semmler

Klarstellung zum Foto: Es handelt sich nicht um ein Nacktfoto, sondern um das Foto einer Plastik-Prothese.

Autor:  wese (Regionalia Deutschland, Artikel-Nr. 10920)

Angelegt am 04.08.2016 15:13.

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