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Winfried Kretschmann soll Bundespräsident werden!

Winfried Kretschmann soll Bundespräsident werden? (Bild: StM BW)

Am 8. Januar 2012 schlug unsere elektronische Zeitung - lange vor dem Rücktritt von Christian Wulff - in dem Artikel „Das Phantom der Wulff-Bild-Oper...“ der Bundeskanzlerin vor, Joachim Gauck zur voraussichtlichen Bundespräsidenten-Wahl vorzuschlagen. Wir prägten in dem Artikel erstmals die neuen Begriffe „Wulffen“ und „Gaucken“, die später von anderen Medien übernommen wurden. Es ist so gekommen. Gauck wurde Präsident. Jetzt hat unsere Redaktion aus vertraulichen Quellen erfahren, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel der SPD und den Grünen Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann zur gemeinsamen Wahl zum Bundespräsidenten vorgeschlagen hat. Kretschmann zaudert zwar offiziell noch und will sich nicht vorab verbrennen lassen. Kretschmann: „Dass mein Name im Gespräch ist, ehrt mich natürlich. Aber ich strebe das Amt nicht an“. Es stimmt zwar, was das grüne schwäbische Cleverle damit etwas „mauschelt“, doch das Amt des Bundespräsidenten fällt dem grünen Schwaben zu. Es liegt im klugen Kalkül der genial denkenden Physikerin Angela Merkel.

In einer Zeit, in welcher der Hass gegen das vom Volk als korrupt angesehene Establishment mit Bernie Sanders und Donald Trump in Amerika unübersehbar ist, dürfen die deutschen Gemeinsamkeiten nicht verloren gehen. Die Brexit-Entscheidung der Engländer beweist, dass die Wahl der Bürger - gegen das herrschende Establishment - Europa einholen wird.

Das General-Thema ist gesetzt: Mit den Skandale um VW, Bosch, Audi, DFB, FIFA, dem „Montblanc-Bundestag“ und dem übersehbaren Griff der Abgeordneten und Staatsdiener in die Staatskassen und Staatsbetriebe (siehe unsere Artikel: Das Nonplusultra des Profits: Beamter und Unternehmer!) sagen wir, falls Merkel die Transparenz und die Rechte der Bürger nicht sichtbar stärkt, einen Anti-Establishment-Wahlkampf für die kommende Bundestagswahl voraus. Wie falsch die Meinungsforscher und Teile der „Lücken-Presse“ mit ihrem "Wunsch-Denken-Schreiben" liegen, wenn sie, wie in Amerika, auch in Europa und in Deutschland ihre eigenen Präferenzen voraussagen, wird sich abermals erweisen. Die Bürger sagen vor der Wahl niemals, was sie in der Wahlkabine wählen, wenn dies zuvor im Mainstream dämonisiert wurde. Deswegen ist es gescheit von Angela Merkel, das flexible und weltoffene „Gscheitle“ Winfried Kretschmann zum Bundespräsidenten wählen zu lassen. Dieser Empfehlung zu folgen, statt auf Frank-Walter Steinmeier zu pochen, wäre auch ein kluger Schachzug der SPD. Denn nach der nächsten Bundestagswahl gibt es außergewöhnliche Koalitions-Optionen. Für diese kann die gemeinsame Wahl des Grünen auch für die SPD von Vorteil sein. Steinmeier dagegen ist im kommenden Koalitions-Poker kein Gewicht für das künftige Zünglein auf der Regierungs-Waage. Winfried Kretschmann dürfte, so er gewählt wird, im Februar neuer Bundespräsident werden.

Baden-Württemberg wird nach dem 12. Februar 2017 also voraussichtlich einen neuen Ministerpräsident bekommen. Insider der Stuttgarter „Regierungsmaschine“ wussten schon lange, dass dem Ministerpräsidenten das beinharte Alltagsgeschäft überdrüssig geworden und er etwas „regierungsmüde“ geworden war. Für eine Nachfolge gesetzt ist in Baden-Württemberg erstmals eine erfolgreiche und clevere Frau: Finanzministerin Edith Sitzmann. Für die Grünen von Baden-Württemberg hat der Wechsel Charme: Im Bund besetzen sie das höchste Staatsamt und im Land leiten sie einen eleganten Generations-Wechsel ein.

Ob die Kretschmann-Kronprinzen Cem Özdemir, Fritz Kuhn, Boris Palmer und Dieter Salomon auch noch ins überraschende Baden-Württemberg-Rennen starten? Ihr Nachteil besteht darin, dass sie kein Landtagsmandat haben. Der künftige Ministerpräsident hätte einen unschlagbaren Vorteil: Er muss nicht vom Volk in einer Landtagswahl gewählt werden, sondern wird von den Mitgliedern des Landtags bestimmt. Falls nach dem Kretschmann-Abgang keine neue Wahl des Landtags verlangt wird. Die weit verbreitete Korruption im politischen und wirtschaftlichen Establishment und das geheime Getue & Geschacher im Staat und in seinen Institutionen und Behörden werden zum Killer der politischen Parteien. Das negative Clinton-Symbol braucht positive Fanale: Sichtbare Wahrhaftigkeit und totale staatliche Transparenz, statt Ämterhäufung, Eigennutz und Selbstbedienung. Zur Vermeidung eines "Frust-Hurrikans" brauchen wir eine moderne Staats-Reform.

Im Präsidenten-Poker könnte die Bundeskanzlerin noch mit einem politischen Meisterstück überraschen: Mit einer echten Wahl unter zwei Kandidaten. Die SPD könnte Steinmeier vorschlagen und die CDU Kretschmann. Dann brauchen die Grünen und die CSU nur noch wählen. Dann hätte das Wahlvolk nicht schon wieder den Eindruck, es würde alles "von denen da oben" abgesprochen, sondern echt gewählt. 

Autor: Werner Semmler

www.regionalia.de/das-phantom-der-wulff-bild-oper-das-corpus-delicti-von-bundespraesident-christian-wulff-muss-auf-den-tisch_A5908

www.regionalia.de/justizportal/das-nonplusultra-fuer-maximalen-profit-beamter-unternehmer_A11382

 

Autor:  wese (Regionalia Deutschland, Artikel-Nr. 11419)

Angelegt am 08.11.2016 20:25.

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