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Es ist abenteuerlich und faszinierend, zu einem unbekannten Ziel aufzubrechen. Doch dauerhaften Ziel-Erfolg gibt es nur mit intelligenten Gedanken, sorgfältiger Planung, exakter Ausführung und nach harter Arbeit. Werner Semmler

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Fussball-Splitter: Dortmund macht sich weiter unbeliebt – Lukas Podolski stinksauer auf den DFB

Borussia Dortmund ist weiter erfolgreich. Man steht kurz vor der Meisterschaft und im DFB-Pokal hat die Borussia das Finale erreicht. Doch die Westdeutschen fallen in zunehmendem Maß durch Respektlosigkeiten und arrogantes Auftreten auf. Steigt der Erfolg zu Kopf? Auch mit Erfolg muss man umgehen lernen, und da haben die Dortmunder großen Nachhol-Bedarf? In Hoffenheim ist man vom Erfolg der 1. Bundesliga-Saison, als man Herbst-Meister wurde und für seinen temporeichen Fußball gelobt wurde, weit entfernt. Der Trainer-Verschleiß von SAP-Milliardär Diemtar Hopp ist groß. Gestern schmiss er auch seinen Sportdirektor hinaus. Schon der Vorgänger hatte nach kurzer Zeit gekündigt. Der Nächste bitte! Die Entwicklung bei der TSG 1899 ist alarmierend. Steigt der Klub sogar ab? Eine nicht erfolgte Sperre, die bislang eigentlich als obligatorisch galt, sorgt indes für Aufregung. Die Tendenz des europäischen Verbandes UEFA wird begrüßt. Doch warum wurde nur eine Woche zuvor Lukas Podolski gesperrt (Regionalia berichtete), obwohl ebenso offensichtlich war, dass der Kölner sich nichts hatte zu Schulden kommen lassen? Bei Werder Bremen macht man sich in der Führungs-Etage derweil Gedanken über die schlechten Leistungen und vielen Verletzungen der Profis. Nimmt man sich ein Beispiel am Regionalia-Verleger? 

Immer wieder diese Dortmunder. Sie spielen gut, sie spielen schön. Und sie sind erfolgreich. Möglicherweise schnappen sich die Borussen in dieser Saison den 2. Meistertitel in Folge. Den Pokal können sie auch noch holen, nachdem sie in dieser Woche in das Berliner Finale (gegen Bayern München) eingezogen sind. Doch steigt den Dortmunder Himmels-Stürmern der sportliche Erfolg zu Kopf? Erfolg macht arrogant? In inzwischen schöner Regelmäßigkeit fallen die Westdeutschen durch unschöne Aktionen auf, oder dadurch, dass sie den Mund gehörig voll nehmen und sich über andere in arroganter Art erheben. Wie der Klub sich in sportlich erfolgreichen Zeiten gibt, macht ihn nicht sympathischer. Wären da nicht der Erfolg und der einzigartige Jürgen Klopp, würde BVB Borussia vermutlich viel Gegenwind bekommen. Aufreger in dieser Woche war mal wieder Kevin Großkreutz. Nachdem er mit seinen Dortmundern glücklich wie es nur geht gegen die SpVgg Greuther Fürth gewonnen hat, baute er sich vor dem in Dortmund verhassten Ex-Schalker Gerald Asamoah auf und jubelte diesem völlig übertrieben in unsportlicher Art entgegen. Komplexe? Dortmund ist amtierender deutscher Meister, der durch ein geschenktes Tor in der letzten Minute bei einem Zweitligisten gewonnen hatte. Hätte Kevin Großkreutz sich nicht eher beim Fürther Torhüter bedanken sollen, dass der ihnen das entscheidende Tor geschenkt hat? Auch Jürgen Klopp tat so, als hätte man Real Madrid mit einer grandiosen Leistung geschlagen und nicht mit Riesen-Dusel einen Zweitligisten. Doch statt dem ungezogenen Nationalspieler Kevin Großkreutz, der offenbar keine Erziehung genossen hat und noch mitten in der Pubertät ist, zu kritisieren, verteidigten die BVB-Oberen dessen Aktion. Es habe schon schlimmeren Jubel gegeben, verharmloste Klopp. Dabei soll er Fürths Trainer auch noch unflätig betitelt haben, und es steht sogar der Vorwurf der rassistischen Beleidigung im Raum. Dortmunds Geschäftsführer Watzke antwortete wie gewohnt arrogant. Immer, wenn es um Rassismus-Vorwürfe gehe, sei Gerald Asamoah mittendrin, behauptete Watzke dreist und gewohnt von oben herab. Kevin Großkreutz brauchte übrigens einen ganzen Tag, um zu erklären, dass er Asamoah nicht rassistisch beleidigt habe. Mussten erst alle TV-Bilder ausgewertet werde, um sicher zu gehen, dass es nicht bewiesen werden kann? Gerald Asamoah wirkt seit jeher wie eine ehrliche Haut. Und Kevin Großkreutz? Fürths Trainer Mike Büskens fand die angemessenen Worte. Er habe gelernt, man müsse mit Stil verlieren können. Aber auch im Erfolgs-Fall müsse man Größe zeigen.

Es ist eine Entscheidung, die es zu begrüßen gilt. Der oberste europäische Fußball-Verband UEFA hat die obligatorische 1-Spiele-Sperre im Fall Joel Matip vom FC Schalke 04 nicht ausgesprochen. Die Fernseh-Bilder bewiesen, dass der Verteidiger im Europa League Spiel gegen Twente Enschede seinen Gegenspieler nicht berührt hat. Die Rote Karte war unberechtigt. Doch die Branche reagiert überrascht. Handelt es sich um einen Präzedenz-Fall für die Zukunft? Bringt der Verband sich damit selbst unter Druck? Wie entscheidet er zukünftig bei ähnlichen Entscheidungen? Erst vor 1 Woche war Lukas Podolski vom deutschen Verband für 1 Spiel gesperrt worden, obwohl offensichtlich war, dass er unberechtigt vom Platz geflogen war. Man habe keine Handhabe, teilte der DFB mit. Der nationale Verband hat sich an die Vorgaben von oben zu halten. Lukas Podolski ist nun aufgrund der schreienden Ungerechtigkeit stinksauer. Er wirft dem DFB vor, nicht im Sinne des Fußballs zu entscheiden. Kuddelmuddel in der Regelauslegung? Solche Fälle wie den von Joel Matip hat es schon unzählige gegeben in der Vergangenheit. Bislang spielte es dabei keine Rolle, ob der Feldverweis berechtigt war oder nicht. Die Sperre folgte praktisch in jedem Fall. Wie reagiert der DFB, wenn es in der Bundesliga eine komplett falsche Tatsachen-Entscheidung gibt und der betroffene Verein sich auf den „Matip-Freispruch“ beruft? Wird auch in Zukunft wie im Fall Matip entschieden, wäre das ein Fortschritt. Allerdings sollte es zur Regel werden, national wie international. Sonst wäre es noch ungerechter als die bisherige Praxis.

Weiter drunter und drüber geht es beim neureichen Klub TSG 1899 Hoffenheim. Gestern wurde Manager Ernst Tanner entlassen. Es drängt sich immer mehr der Verdacht auf, dass Klub-Mäzen Dietmar Hopp im Hintergrund die Fäden zieht und dabei nervöse Zuckungen hat. Alles muss nach seiner Pfeife tanzen? Das wäre sein gutes Recht. Hopp hat seinen Dorf-Verein zu dem gemacht, was er ist. Ein Erstligist mit internationalen Ambitionen. Der SAP-Milliardär pumpt Unmengen Geld in den Klub. Dietmar Hopp bestimmt, was passiert. Allerdings tut der Mäzen so, als spielt er kaum noch eine Rolle im Klub. Und hat das Handeln in Hoffenheim überhaupt noch eine Linie? Wer gibt die vor? Seit Ralf Rangnick den Klub vor wenigen Jahren verlassen hat, scheint die TSG vom rechten Pfad abgekommen zu sein. Die Trainer wechseln sich in immer kürzeren Abständen ab. Sogar der beliebte und erfrischende Holger Stanislawski musste bald erkennen, dass in Hoffenheim nichts zu bewegen ist. Er wirkte am Ende nur noch genervt und wartete auf seine Entlassung. Der hoch angesehene Manager Jan Schindelmeiser warf sogar von sich aus hin. Nachdem er spürte, dass er nur eine Marionette ist, trat er zurück. Rangnick hatte sich aus dem Staub gemacht, weil Dietmar Hopp ohne Wissen des Trainers den Schlüssel-Spieler Gustavo im Alleingang an den FC Bayern München verkauft hatte. Ein unglaublicher Vorgang? Tanner musste nun gehen, weil es über die zukünftige Ausrichtung verschiedene Meinungen gab. Gordon Stipic, der zufällig mit der Tochter von Hopps Steuer-Berater und Aufsichtsrats-Mitglied Wipfer ein Paar bildet und mehrere 1899-Profis berät, soll nun Ernst Tanners Nachfolger werden. Er wird zu 100 Prozent loyal sein. Der Spieler-Berater ist ein geschliffener und ausgebuffter Verhandlungs-Führer. Doch Stipic ist jemand, der im großen Stil einkauft und niemand, der ein gutes Auge für den Nachwuchs hat. Dabei sollte das der Weg des Klubs sein, wie Dietmar Hopp immer wieder verkündete. Eine Schein-Aussage für die Öffentlichkeit? Spielt er gegenüber seinen Managern und Trainern falsch. Es scheint, als will Dietmar Hopp möglichst schnell möglichst hoch hinaus. Nächstes Jahr Champions-League? Verliert man den Blick für die Realität? 1899 Hoffenheim hat momentan im Abstiegskampf niemand auf der Rechnung. Doch beim Blick auf den restlichen Spielplan des Klubs und die Leistungen der verunsicherten Hoffenheimer Mannschaft sollte es Dietmar Hopp mulmig werden, statt von künftigen Erfolge zu träumen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die TSG noch in die Abstiegs-Ränge rutscht.

Auch in Bremen ist man nicht zufrieden mit dem Verlauf der aktuellen Bundesliga-Saison. Ein bisschen mehr könnte es schon sein für Werder, findet man an der Weser. Der teure Kader unter anderem mit Claudio Pizarro, Tim Wiese und Marco Marin muss finanziert werden. Die Champions League ist das anvisierte Ziel der Hanseaten, die allerdings wohl nur in die zweitklassige und finanziell weniger lukrative Europa League kommen werden. Unzufriedenheit an der Weser! In Bremen macht nun das Gerücht die Runde, dass einige Spieler der Profi-Mannschaft keinen profihaften Lebens-Stil pflegen und deshalb oft verletzt sind. Nikotin, Alkohol, Ess-Gewohnheiten, Regeneration...all das soll nun auf den Prüfstand kommen, nachdem ein Spieler höchstpersönlich die Professionalität der Kollegen in Frage gestellt hat. Werder-Manager Klaus Allofs will prüfen, was dahinter steckt, wobei unklar ist, wie er das anstellen will. Kein Spieler wird freiwillig zugeben, dass er ab und zu eine pafft, sich ein Gläschen genehmigt oder jeden 2. Tag Pommes mit Majo verzehrt. Da braucht es schon ein paar Tricks. Detektive wären eine Möglichkeit. Bayerns Uli Hoeneß hat früher mal Mario Basler ausspionieren lassen. Doch es geht auch einfacher: Regionalia-Herausgeber Werner Semmler machte es beim damaligen Zweitliga-Basketball-Klub USC Freiburg einst so: Er machte zum Beispiel einen scheinbar harmlosen Spaziergang mit einem Spieler, der verpflichtet werden sollte. Ganz zufällig ging es das Freiburger Münster hinauf. So konnte er die Fitness prüfen, ohne dass der Spieler es merkte. In einem anderen Fall stellte Werner Semmler, damals Förderer des Klubs, in einer geselligen Runde wieder scheinbar zufällig eine Flasche Hochprozentiges auf den Tisch. Weniger wer zur Flasche griff, sondern vor allem wie das Trink-Verhalten war, gab damals konkrete Hinweise darauf, ob die Spieler in Sachen Alkohol ein zurückhaltendes Leben hinter der unbefleckten Fassade führten. Die Ergebnisse blieben geheim. Klaus Allofs könnte sich aber durchaus ein Beispiel am Umkircher Unternehmer nehmen.

Autor:  pe (Regionalia Deutschland, Artikel-Nr. 6249)

Angelegt am 23.03.2012 15:26.

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