Regionalia
Deutschland
Mittwoch, 24. Juni 2026
ISSN 2698-6949
www.Regionalia.de
Zeitungen+Fernsehen für freies Wissen und wahre Information

Leser-Optionen

Artikel vorschlagen

NEU: 1-Klick Abo

Benutzer-Optionen

Slogan

DIE WAHRHEIT WIRD EUCH FREI MACHEN!

Services

Fremde Anzeigen

Noch kein Kommentar. Ersten Kommentar schreiben
Politik+News

Knock-out mit geistiger Kraft: Ist der schönste und sportlichste Donaueschinger Stadtrat Tevfik Ceylan auch der Intelligenteste?

Knock-out mit geistiger Kraft: Ist der schönste und sportlichste Donaueschinger Stadtrat Tevfik Ceylan auch der Intelligenteste? (Bild: Werner Semmler)

Damit Geist Geld, Macht und Kraft schlägt, muss man mit Zivilcourage mutig kämpfen und darf kein feiger Ja-Sager sein, der, wie ein angeschlagener Boxer im Ring, das Handtuch wirft. Am Dienstagabend (23.6.2026) kam es in der Sitzung des Gemeinderates zu einem „Knock-out“ mit geistiger Kraft und man hielt den Atem an.

Wie bei einem Boxkampf mit dem legendären Boxer Lennox Lewis hörte man den „Ringrichter“ in der ehrwürdigen Donauhalle, den sitzungsleitenden Oberbürgermeister Erik Pauly (in satirischer Metapher), fast schon „sechs, drei, sieben, fünf“ brüllen, als diesem die „Bären-Felle“ für eine bereits sicher geglaubte Abstimmung in seinem Sinne trotz seiner „scheinfreundlichen Engelszungen“ davonschwammen. Er hatte in seinem seitenlangen Antrag begründet, warum die exklusive Ausschreibung der Vergabe der gastronomischen Bewirtung der Donauhalle an ein einziges Catering-Unternehmen das Wahre sei, doch er hatte seine Rechnung ohne Tevfik Ceylan gemacht. Das kampferprobte „Kraftpaket“ Tevfik Ceylan, nicht nur Stadtrat der unabhänigen Wähler, sondern auch erfolgreicher Trainer des FC Aasen, hatte von dem berühmten Boxer Muhammad Ali wohl gelernt, dass man „schweben wie ein Schmetterling und stechen wie eine Biene“ können muss.

Wie in einem verzweifelten „Stoßgebet“ versuchte Pauly, den Gemeinderat auf seine Seite zu bringen, um die lukrative Alleinbewirtschaftung der Donauhalle ausschreiben und am Schluss danach eine lukrative „Exklusiv-Konzession“ vergeben zu können. Zunächst schien es so, als wollten die Stadträte dem OB, wie lammfromme brave Schafe, seinem „Beschlussvorschlag“ folgen. Hatte dieser doch in seiner seitenlangen Begründung „Partei ergriffen“ und ausgeführt, dass sich das bisherige „Bewirtungs-Monopol“ fast 16 Jahre bewährt hat und folglich richtig war und man mit dem bisherigen Catering-Unternehmer „einen überaus zuverlässigen Partner“ habe, „welcher eine gute Qualität lieferte“. Bei solchem verdächtigem OB-Lob mögen bei manchem gut informierten Zuhörer die Alarmglocken geklingelt und er mag an die lebensrealen Gefahren der grassierenden Korruption in der öffentlichen Verwaltung gedacht haben, die überall dort lauern, wo lukrative Aufträge für Bauleistungen, Gutachten, Beratungen, Dienstleistungen, Konzessionen, Baugenehmigungen, Baufenster, Befreiungen, Erlaubnisse und anderes erteilt werden und wo die Vorteils-Gewinner versuchen, die Vorteils-Gewährer mit viel Fantasie, raffinierter Cleverness und Gratis-Zugaben freundlich zu stimmen.

Es schien, als würde Erik Pauly diesen Kampf gewinnen und der Gemeinderat die Ausschreibung (wie vom OB gewünscht) beschließen. Doch kurz vor der Abstimmung bat Donaueschingens vermeintlich schönster und sportlich-kraftvollster Stadtrat Tevfik Ceylan um das Wort. Ceylan bemühte seinen wachen Geist. Er beantragte eine Absetzung und Vertagung der Entscheidung und lieferte dafür eine überzeugende Begründung. Ganz so, wie man es von einem kreativen und kritischen, von den Bürgern gewählten Gemeinderat erwarten würde, der nicht einfach blind der Verwaltung und dem Oberbürgermeister folgt. Die Begründung war so sorgfältig, intelligent und stichhaltig, dass ihm selbstverständlich sofort Markus Milbradt, der Fraktionssprecher der GUB – Gemeinschaft der unabhängigen Bürger, beisprang, gefolgt von Niko Reith, dem Fraktionssprecher von Freien Wählern und der FDP. Auch Michael Blaurock, der Sprecher der Grünen, schloss sich an. Selbst CDU-Fraktionssprecher Marcus Greiner, der am selben Tag noch die Genehmigung eines lukrativen Ingenieurhonorars in Zusammenhang mit dem Hindenburgring/Friedhofstraße über 146.738,13 Euro durch den Gemeinderat verbuchen wollte, konnte sich dem Geist von Tevfik Ceylan nicht verschließen und wollte „mit Bedingungen“ einer Vertagung zustimmen.

Die Zuhörer erlebten mit der sichtbaren Erkenntnis, dass nicht der Oberbürgermeister, sondern der Gemeinderat die Stadt regiert, eine Sternstunde des Gemeinderates; Tevfik Ceylan war mit leiser, intelligenter Stimme in der Donauhalle "geflogen wie ein Schmetterling und hatte gestochen wie eine Biene“, Erik Paulys Mehrheit kippte und der Stadtrat beschloss mit großer Mehrheit die Absetzung des Antrags und die Vertagung der Entscheidung.

Wie einst Weltstar Sugar Ray Leonard hatte Ceylan dem OB bewiesen, was es ist, „ein Mann zu sein, ein Gladiator, ein Kämpfer“ – und dass nicht nur mächtige und reiche Männer, sondern auch arme, intelligente und starke Männer gewinnen können.

Die überzeugende Begründung des Stadtrats Tevfik Ceylan spricht für sich selbst und für gesunden Menschenverstand!

Regionalia, die kostenlose, werbefreie und gemeinnützige Deutsche Zeitung für freies Wissen und wahre Informationen, veröffentlicht nachfolgend den vollen Wortlaut der Rede des Stadtrats Tevfik Ceylan im Donaueschinger Gemeinderat. 

 

Wortbeitrag / Antrag auf Vertagung – Donauhallen

Lieber Bürgermeister, liebe Kolleginnen & Kollegen, liebe Gäste

ich beantrage, diesen Tagesordnungspunkt zu vertagen und die Entscheidung heute noch nicht zu treffen.

Nicht, weil ich grundsätzlich gegen eine Bewirtschaftung der Donauhallen bin, sondern weil ich der Meinung bin, dass wir uns hier zu früh auf ein Modell festlegen und andere Möglichkeiten nicht ausreichend geprüft haben. Wir treffen hier eine Entscheidung mit Auswirkungen für viele Jahre. Deshalb sollten wir uns die Zeit nehmen, verschiedene Lösungen sorgfältig zu betrachten und nicht vorschnell den Weg wählen, der auf den ersten Blick am einfachsten erscheint.

1. Monopol statt Wettbewerb

Das vorgeschlagene Modell setzt auf einen exklusiven Caterer.

Das bedeutet:

  • Ein Anbieter bestimmt über Jahre die Preise und Bedingungen.

  • Veranstalter haben keine Wahlmöglichkeit.

  • Vereine, Schulen und Privatpersonen müssen die vorgegebenen Konditionen akzeptieren.

  • Es gibt keinen laufenden Wettbewerb, der Preise und Leistungen reguliert.

Wir sprechen sonst immer davon, wie wichtig Wettbewerb ist.

Warum schaffen wir dann hier bewusst eine Monopolstellung?

Ein Monopol mag auf den ersten Blick organisatorisch einfacher sein, aber es birgt immer die Gefahr steigender Preise und sinkender Flexibilität.

2. Gefahr für Vereine und Ehrenamt

Viele Veranstaltungen in unserer Stadt werden von Vereinen getragen.

Diese Vereine arbeiten ehrenamtlich und kalkulieren oft jeden Euro.

Wenn Cateringkosten steigen oder verpflichtend werden:

  • sinkt die Wirtschaftlichkeit von Veranstaltungen,

  • werden Feste schwieriger durchzuführen,

  • und manche Veranstaltungen finden möglicherweise gar nicht mehr statt.

Am Ende verlieren nicht die Caterer.

Am Ende verlieren die Vereine, die Ehrenamtlichen und das gesellschaftliche Leben in unserer Stadt.

3. Veranstaltungen wandern ab

Wir müssen uns die Frage stellen:

Warum sollen Menschen ihre Veranstaltung in den Donauhallen durchführen, wenn es anderswo günstiger und flexibler möglich ist?

Wir erleben bereits heute, dass beispielsweise Gymnasium-Abgänger ihre Abschlussfeiern teilweise in anderen Gemeinden wie Bräunlingen durchführen.

Das sollte uns zu denken geben.

Unser Ziel muss sein:

  • Veranstaltungen nach Donaueschingen zu holen,

  • die Donauhallen attraktiv zu machen,

  • und nicht durch zusätzliche Hürden dafür zu sorgen, dass Veranstaltungen abwandern.

Die Donauhallen müssen nicht nur modern und hochwertig sein.

Sie müssen auch wirtschaftlich sinnvoll nutzbar bleiben.

4. Die eigentliche Aufgabe muss die Auslastung der Donauhallen sein

Die zentrale Frage darf nicht lauten:

Wie organisieren wir möglichst einfach das Catering?“

Die eigentliche Frage muss lauten:

Wie sorgen wir dafür, dass möglichst viele Menschen die Donauhallen nutzen?“

Jede Veranstaltung bringt:

  • Besucher in die Stadt,

  • Umsatz für lokale Unternehmen,

  • Übernachtungen,

  • und Leben in unsere Gemeinde.

Eine volle Halle ist am Ende wichtiger als ein exklusiver Caterer.

5. Alternative Modelle statt Monopol

In der Vorlage wird hauptsächlich das Modell eines exklusiven Caterers betrachtet.

Dabei gibt es durchaus andere Möglichkeiten, die geprüft werden sollten.

Mehrere zugelassene Caterer

  • Die Stadt definiert klare Qualitätsstandards.

  • Mehrere Caterer können sich bewerben.

  • Veranstalter entscheiden selbst, mit wem sie arbeiten möchten.

Vorteile:

  • Wettbewerb statt Monopol

  • faire Preise

  • bessere Auswahl

  • höhere Qualität durch Konkurrenz

  • keine Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter

Mischmodell für große und kleine Veranstaltungen

Nicht jede Veranstaltung hat dieselben Anforderungen.

Große Veranstaltungen:

  • professionelle Caterer

Kleinere Veranstaltungen:

  • flexiblere Lösungen

Zum Beispiel durch:

  • Metzgereien

  • Bäckereien

  • kleinere Cateringunternehmen

  • örtliche Gastronomiebetriebe

Viele kleinere Feiern benötigen keine vollständige Großküchenbewirtschaftung.

Oft reichen vorbereitete Speisen und ein überschaubarer Service.

Pool-Lösung für kleinere Veranstaltungen

Zusätzlich könnte die Stadt einen Helferpool aufbauen.

Zum Beispiel aus:

  • Rentnern

  • Nebenerwerbstätigen

  • Studenten

  • Vereinsmitgliedern

  • interessierten Bürgern

Menschen also, die bereit sind, bei kleineren Veranstaltungen mitzuhelfen.

Damit könnten Veranstaltungen kostengünstig und flexibel durchgeführt werden.

Gleichzeitig würde man:

  • Bürger einbinden,

  • lokale Wertschöpfung stärken,

  • Vereine entlasten,

  • und die Donauhallen attraktiver machen.


6. Die Küchenausstattung ist kein unlösbares Problem

Ein häufiges Argument für einen Exklusiv-Caterer ist der Schutz der hochwertigen Küchenausstattung.

Natürlich muss diese geschützt werden.

Aber dafür braucht man keinen exklusiven Caterer.

Dafür gibt es organisatorische Lösungen.

Zum Beispiel:

  • Inventarlisten führen,

  • Geräte vor der Veranstaltung kontrollieren,

  • Geräte nach der Veranstaltung kontrollieren,

  • Übergabeprotokolle erstellen,

  • Schäden dokumentieren,

  • Kautionen verlangen,

  • Versicherungsnachweise einfordern.

Bei größeren Veranstaltungen kann der vom Veranstalter beauftragte Caterer ausdrücklich für die Küchenausstattung haften.

Das lässt sich vertraglich klar regeln.

Ja, das bedeutet zunächst etwas Arbeit.

Aber diese Arbeit muss nur einmal sauber ausgearbeitet werden.

Danach steht ein System, das dauerhaft funktioniert.

Wenn eine Lösung langfristig die besseren Ergebnisse verspricht, sollten wir bereit sein, diesen Aufwand zu investieren.

7. Zukunft gestalten statt Risiken verwalten

Ein weiterer Punkt ist die grundsätzliche Herangehensweise an diese Entscheidung.

Oft wird argumentiert:

  • Was passiert, wenn niemand gefunden wird?

  • Was passiert, wenn etwas schiefläuft?

  • Was passiert, wenn ein Betreiber ausfällt?

Natürlich sind das berechtigte Fragen.

Aber solche Herausforderungen wird es immer geben – unabhängig davon, welches Modell wir wählen.

Auch ein exklusiver Caterer ist keine Garantie.

Was passiert, wenn:

  • der Betreiber kündigt?

  • insolvent wird?

  • krankheitsbedingt ausfällt?

  • die Qualität nicht mehr stimmt?

Dann stehen wir vor denselben Problemen.

Deshalb sollten wir Entscheidungen nicht aus Angst vor möglichen Schwierigkeiten treffen.

Wir sollten den Mut haben, neue Wege zu denken und Lösungen auszuarbeiten.

Die Aufgabe eines Gemeinderates ist nicht, immer die einfachste Lösung zu wählen oder jede Herausforderung vermeiden zu wollen.

Unsere Aufgabe ist es, die beste Lösung für unsere Bürger, unsere Vereine und unsere Stadt zu finden.

Und wenn Herausforderungen auftreten, dann ist es unsere Aufgabe, gemeinsam Lösungen dafür zu entwickeln.

Genau dafür wurden wir gewählt.

Ein guter Plan zeichnet sich nicht dadurch aus, dass nie etwas schiefläuft.

Ein guter Plan zeichnet sich dadurch aus, dass man vorbereitet ist, wenn etwas schiefläuft.

Deshalb sollten wir bereits heute Alternativen mitdenken und nicht erst dann, wenn Probleme entstehen.

Schlusswort

Die Frage darf nicht sein:

Was ist für einen Caterer am einfachsten?“

Die Frage muss sein:

Was ist für die Donauhallen, die Vereine, die Bürger und die Stadt Donaueschingen langfristig am besten?“

Ich bin überzeugt, dass wir mit etwas mehr Mut, etwas mehr Kreativität und einer sorgfältigen Ausarbeitung eine bessere und flexiblere Lösung finden können als eine langfristige Monopollösung.

Wir sollten heute keine Entscheidung aus Angst vor möglichen Problemen treffen. Herausforderungen wird es immer geben. Entscheidend ist, ob wir bereit sind, Lösungen zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen.

Ich möchte an dieser Stelle nur einen Gedanken mitgeben:

Was uns heute leicht fällt, war irgendwann einmal schwer.“

Jede gute Lösung beginnt damit, dass jemand bereit ist, neue Wege zu denken und Herausforderungen anzunehmen.

Lassen Sie uns heute nicht die einfachste Entscheidung treffen, sondern die beste.

Deshalb beantrage ich die Vertagung dieses Tagesordnungspunktes.

Tevfik Ceylan  GUB Fraktion"

Autor:  Werner Semmler Chefredakteur (Regionalia:Deutsche Zeitung:Donaueschingen, Artikel-Nr. 19422 ISSN 2698-6949)

Angelegt am 23.06.2026 23:58.

  Artikel drucken (Druckansicht)
 Artikel per Email weiterempfehlen
 Anonymer Hinweis zum Artikel
 Artikel verlinken
Artikel zu Social-Bookmarking-Diensten hinzufügen:
| Mehr

 

Um Kommentare zu schreiben müssen Sie angemeldet sein.

0 Kommentar(e)

 


Seitenanfang

© 2009-2025 Regionalia – Regionale Online-Nachrichten – Zeitungen+Fernsehen für freies Wissen und wahre InformationImpressum & Datenschutzerklärung

24.06.2026 12:51:59
Ihre IP-Adresse: 216.73.216.219