Die Stadt Donaueschingen ist von dem Hüfinger Bauunternehmen Behringer Tiefbau GmbH & Co. KG wegen einer Bauzeitverschiebung bei einem Neubaugebiet im Stadtteil Neudingen auf Schadensersatz verklagt worden. Behringer macht gegen die Stadt „Mehrvergütungsansprüche“ aufgrund gestiegener Material- und Lohnkosten geltend. Das Tiefbauunternehmen fordert von der Stadt Donaueschingen die Zahlung von 168.472,45 Euro nebst Zinsen sowie 3.816,93 Euro vorgerichtliche Rechtsanwaltskosten.
In dem Rechtsstreit vor dem Landgericht Konstanz steht „Aussage gegen Aussage“ und bisherige Versuche, zwischen den „Streithähnen“, also den Streitparteien, einen Vergleich zustande zu bringen, sind gescheitert. Beide Parteien haben Zeugen aufgeboten und je nachdem, wem die Richter am Landgericht Konstanz glauben, kann dieser Glaube für eine Partei 170.000 Euro teuer werden oder für die andere Streitpartei 170.000 Euro wert sein.
Beobachter in Donaueschingen wundern sich, warum die Beteiligten bei einem so großen Projekt so ungenaue oder vermeintlich schludrige Vereinbarungen getroffen haben und deswegen jetzt ein so teurer „Zeugen-Glaubensprozess“ notwendig wurde.
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