Der langjährige frühere FDP-Landtagsabgeordnete, amtierende Stadtrat und Vorsitzende der Fraktion FDP/Freie Wähler im Gemeinderat möchte demnächst erster Beigeordneter und Bürgermeister der Stadt Donaueschingen werden und seinem berühmten und verdienten Vorgänger Bernhard Kaiser folgen. Weil er einiges in der Stadtführung verändern, erneuern und verbessern will, hinterfragt er gerne auch fragwürdige und prekäre Sachverhalte und schaut dem Oberbürgermeister und der Stadtverwaltung auf ihre „Regierungsfinger“. Reith sagt, es gehe ihm darum, zu sparen und unnötige Ausgaben zu vermeiden, um die Finanzlage der Stadt zu verbessern und Gebührenerhöhungen bei den Bürgern zu vermeiden.
Jetzt sandte Reith mit einer heißen Anfrage eine „Retourkutsche“ an den aus Beobachtersicht – vermeintlich – arroganten, hochmütigen und sich gerne selbst beweihräuchernden Oberbürgermeister Erik Pauly. Mit dem Wort „Retourkutsche“ kann man auch, rein satirisch betrachtet, ein „napoleonisches Gebaren“ des Oberbürgermeisters und seiner Stadtverwaltung meinen.
Das Wort „Retourkutsche“ stammt nämlich aus dem 18. Jahrhundert und bezeichnete in Frankreich das Zurückbringen einer geliehenen Pferdekutsche (retour/retort). In Deutschland wurde es zum geflügelten Wort, weil der französische Kaiser Napoleon Bonaparte die berühmte Quadriga auf dem Brandenburger Tor 1806 als „Beutegut“ nach Paris entführte, Napoleon dafür im Volksmund als „Pferdedieb von Berlin“ verspottet wurde und weil die Quadriga 1814, nach dem Einmarsch von Fürst Blücher von Wahlstatt („Marschall Vorwärts“ genannt) in Paris, in einer Retourkutsche ihre triumphale Rückkehr nach Berlin feierte.
Warum Stadtrat Niko Reith Oberbürgermeister Erik Pauly eine „Retourkutsche“ ins Donaueschinger Rathaus gefahren hat, beschreibt Regionalia, die kostenlose, werbefreie und gemeinnützige Deutsche Zeitung für freies Wissen und wahre Informationen, im nachfolgenden Artikel.
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