In Anwesenheit der Ortschaftsräte Christoph Hofmaier, Tamara Fricker, Nicole Avallone, Monika Hösel, Michael Meder, Jörg Moosmann, Dietmar Schlenker, Martin Wesle und Marcel Wolf eröffnete Ortsvorsteher Gerhard Feucht die öffentliche Sitzung des Ortschaftsrates und handelte die Tagesordnung wie folgt ab:
TOP 1 – Bürgerfragen
Erstaunt wurde die Frage besprochen, warum Pfohren keine Mittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) erhalten soll und warum wirtschaftlich starke Stadtteile als vermeintlich „strukturschwach“ mit Fördermitteln versorgt werden, Pfohren aber nicht. Das sei logisch nicht nachvollziehbar.
TOP 2 Photovoltaikanlage in Pfohren
Die neue Leiterin der Umweltbüros der Gemeindeverwaltungsverbandes, Wiltrud Siegfried, stellte ausführlich in Worten, Bildern und Plänen ihre Untersuchungen zu Photovoltaikanlagen in Pfohren vor. Unter Berücksichtigung der Bedürfnisse das Natur- und Landschaftsschutzes wurden rund 1135 Hektar landwirtschaftliche Fläche in Pfohren untersucht. Davon hält das Umweltbüro rund 76 Hektar geeignet für den Bau von Photovoltaikanlagen. In der heftigen und langatmigen Beratung wurden viele emotionalen und rationalen Argumente ausgetauscht. Ortsvorsteher Gerhard Feucht empfahl dringend, eine Deckelung durch den Ortschaftsrat einzubauen und die Flächen zu reduzieren, damit der künftige Landschaftsverbrauch durch Photovoltaikanlagen eingeschränkt bleibt. In der anschließenden Diskussion zeigte sich Ortschaftsrat Marcel Wolf besonders „photovoltaikfreundlich“ und Ortschaftsrat Christoph Hofmaier dagegen „photovoltaikkritisch“. Lange wurde darüber gestritten, ob 2,5 % oder 6,5% der Flächen von Pfohren für Photovoltaikanlagen zur Verfügung gestellt werden sollten. Am Schluss wurde beschlossen, einige vorgesehene Flächen des Umweltbüros herauszunehmen und die Fläche von 76 Hektar auf rund 40 Hektar zu reduzieren. Stadträten Irmtraud Wesle war damit hörbar unzufrieden.
TOP 3 Dorfkernförderung
Einvernehmlich und einstimmig kam der Ortschaftsrat von Pfohren zu der Entscheidung, auf die Beibehaltung der Ortskernförderung zu bestehen und dem Einsparwunsch der Stadtverwaltung zu widersprechen. Ortsvorsteher Gerhard Feucht sagte: „Das Ursprungsziel des Förderzwecks der Ortskernsanierung ist weiter brandaktuell“. Die Förderung der Stadt wird nur gewährt, wenn keine ELR-Mittel gewährt werden. In einem solchen Fall können Sanierer pro Objekt Mittel von 15.000 Euro aus der Ortskernförderung der Stadt erhalten. Für Eigentümer mit Kindern erhöht sich der Betrag von 15.000 auf 20.000 Euro. In Pfohren sollen Anträge für 11 Förderprojekte vorliegen.
TOP 4 Dorfhock und Antrag der Schnuferzunft Pfohren
Der Antrag wurde einstimmig genehmigt, der Dorfhock kann im zweijährigen Rhythmus auf dem gewünschten Platz stattfinden.
TOP 5 Frühjahresprobe der Feuerwehr
Der Ortsvorsteher teile mit, dass der Frühjahresprobe der Feuerwehr am Freitag, den 22.5.2026 um 19:30 Uhr stattfindet.
ZOP 6 Fragen aus dem Ortschaftsrates
Es wurden keine weiteren Fragen gestellt.