In seiner Sitzung vom 21.7.2026 hat der Gemeinderat der Stadt Donaueschingen schon wieder einen Großauftrag an den Verkehrswegebauer Storz vergeben. Zum Preis von 600.368,95 Euro solle er Tief- und Leistungsbauarbeiten an der Werner-von-Siemens-Straße ausführen. Nähere Erläuterungen verschweigt die Stadtverwaltung den zahlenden Bürgern und der Öffentlichkeit, angeblich aus „Bieterschutzgründen“. Verschwiegen wurde in der Vorlage auch, wer das beachtliche Architektenhonorar bei diesem Großauftrag kassiert. In der Vorlage wird mitgeteilt, die Ingenieurhonorare dafür belaufen sich auf 2000 Euro aus „interner Verrechnung“ und „circa“ 55.000 Euro netto auf die Wasserhaushaltsrechnung.
Unsere Redaktion hat die Stadt Donaueschingen um genaue Auskunft gebeten, denn uns gingen Informationen zu, die den Verdacht begründen könnten, es würden Kosten, die für allgemeine Bauarbeiten anfallen, auf den Haushalt der Wasserversorgung verschoben. In der Vorlage wird angegeben, es stünden nur 370.000 Euro Mittel aus dem Haushalt Straßenbau und 590.000 Euro aus dem Haushalt der Wasserversorgung bereit. Zudem würde der „Energiedienst“ weitere Tief-/Leistungsarbeiten für 766.293,57 Euro vergeben.
Es ist deshalb dringend erforderlich, zu prüfen, ob die klamme Stadt Donaueschingen die Kosten, die sie in ihren regulären Haushalt einstellen müsste, auf den Wasser- und Energiehaushalt verschiebt und wer dazu wissentlich oder vorsätzlich Beihilfe leistet, falls wirklich solche „Trickfinanzierungen“ vorliegen sollten.
Denn am 21.7.2026 hat der Gemeinderat auch der Vergabe eines Bauftrages an die Strabag GmbH aus Freudenstadt zum Preis von 357.550,30 Euro für die Humboldtstraße/Moltkestraße zugestimmt. Auch für diesen Auftrag soll wieder Geld aus dem Haushalt der Wasserversorgung fließen, obwohl auch Arbeiten ausgeführt werden, die nicht der Wasserversorgung zugerechnet werden dürfen. Auch für diesen Auftrag nennt die Stadtverwaltung Ingenieurhonorare von 40.624,36, von denen erneut ein Großteil auf die Wasserversorgungskosten geschoben werden soll.
Für die Tief- und Leitungsarbeiten in der Breslauer Straße stimmt der Gemeinderat am 21.7.2026 einem Auftrag an die Strabag GmbH in Höhe von 451.463,55 Euro zu. Davon soll wieder ein Großteil auf die Wasserhaushaltskosten und nur ein Bruchteil auf den Straßenbau gebucht werden.
Auch hier soll wieder ein Ingenieurhonorar von 43.000 Euro auf den Wasserhaushalt und von nur 5000 Euro auf den Straßenbau verbucht werden. Zusätzlich soll erneut der „Energiedienst“ 408.380,07 € direkt für Tief-/Leitungsarbeiten ausgeben.
Es gibt inzwischen nicht wenige Bürgerinnen und Bürger von Donaueschingen, denen das atemberaubende Ausgaben- und Finanzgebaren der Stadt und die vermeintliche "Finanzakrobatik" von OB Erik Pauly spanisch vorkommen. Ein angesehener Bürger schrieb unserer Zeitung: "Erik Pauly führt hier nicht seine eigene, private Firma oder eine kleine Anwaltskanzlei, sondern unserer Stadt, ein Körperschaft des öffentlichen Rechts."
Unsere Redaktion recherchiert derzeit die Verhältnisse und wird hier über die Ergebnisse berichten.