Stadtrat Niko Reith (FDP/Freie Wähler) entgegnete, die Argumentation sei verwegen, weil man dann auch sagen könnte, man müsse Krankenhäuser schließen, um Krankheiten zu vermeiden. Der Infrago-Funktionär der Bahn trug immer mehr abstruse Argumente für die Schließung des Bahnübergangs vor und benutzte dabei geradezu inflationär immer wieder das Unsicherheits-Nichtssage-Füllwort „genau“. Oberbürgermeister Erik Pauly war daraufhin nicht sprachlos, aber argumentationslos und fand keinen intelligenten Widerspruch.
Doch der „Bahn-Betz“ hatte seine Rechnung ohne den listigen „Stadt-Wolf“ gemacht: Stadtrat Max Wolf (FDP/Freie Wähler) erhob sich und bat um das Wort. Er hatte die Hausaufgaben gemacht, welche die Stadtverwaltung und der OB zur Vorbereitung der Sitzung hätten selber erledigen sollen. Wolf hatte sich die Grundlagen und Vereinbarungen zur Schaffung und Erhaltung des Bahnübergangs Riedgraben und die damaligen Vereinbarungen mit dem Regierungspräsidium und der Deutschen Bundesbahn beschafft und konnte deutlich machen, dass die Erhaltung des Bahnübergangs für die Landwirtschaft unerlässlich ist.
Der Geistesblitz von Max Wolf schlug direkt neben Oberbürgermeister Erik Pauly ein. Der Stadtrat stellte unter Beweis, wie wichtig der Gemeinderat ist. Das Stoßgebet mit den Ansagen von Wolf „erhellte“ die Donauhalle geistig und Max Wolf hatte den Bahnfunktionär damit schachmatt gesetzt.