In Top 1 gab zunächst Wiltrud Siegfried vom Umweltbüro des Gemeindeverwaltungsverbandes eine „Umwelt-Belehrungsstunde“ über Freiflächenphotovoltaikanlagen und die sogenannten „Potenzialflächen“ auf der Gemarkung Grüningen. Das meistbenutzte Wort im Vortrag von Frau Siegfried war dabei das Füllwort „genau“, doch genau kam nur heraus, dass in Gründingen kaum Grundflächen für solche Anlagen vorhanden sind, die geeignet und rentabel erscheinen. Lediglich das Flurstück Nr. 397/0 eines privaten Eigentümers mit 1,8 Hektar wäre geeignet. Ortsvorsteher Michael Böhm sagte: „Grüningen hat keine rentablen Flächen für Photovoltaikanlagen.“
In Top 2 wurde das Thema Nachbarschaftshilfe in Grüningen behandelt. Susanne Maier von der Stabsstelle Sozialplanung im Sozialdezernat des Landratsamtes gab einen umfassenden Überblick über den Zustand und die Möglichkeiten der Gestaltung und Organisation der Nachbarschaftshilfe im Schwarzwald-Baar-Kreis. Frau Maier gab an, dass in der gelebten Praxis 86 % der Pflegebedürftigen zu Hause gepflegt würden, davon zwei Drittel ohne professionelle Unterstützung. Deshalb seien gemeinnützige Nachbarschaftshilfevereine sozial so wertvoll. Die Familie sei noch immer der „größte Pflegedienst der Nation“.
Sigrid Hall, die Vorsitzende des Nachbarschaftshilfevereins aus Aasen-Heidenhofen, berichtete glaubwürdig und überzeugend von ihren praktischen Erfahrungen in ihrem bereits 2021 gegründeten gemeinnützigen Verein „Nachbarschaftshilfe Aasen & Heidenhofen e.V.“. Der Verein hat inzwischen 262 Mitglieder und 51 HelferInnen und erbrachte 2025 insgesamt 3727 HelferInnenstunden. Von ihm können Mitglieder und Nichtmitglieder betreut werden. Der Jahresbeitrag für jedes Mitglied beträgt mindestens 12 Euro. Die Dienstleistungen des Vereins gibt es nur gegen Entgelt und Aufwandsentschädigung. Der Stundensatz liegt derzeit bei 13 Euro pro Stunde und für Fahrtkosten werden 0,30 Euro je Kilometer berechnet. Die Kosten können über die Pflegekassen abgerechnet werden. Die HelferInnen erhalten eine Aufwandsentschädigung von 11 Euro pro Stunde und 0,30 Euro Fahrgeld pro Kilometer. Sie können steuerlich die Übungsleiterpauschale und die Ehrenamtspauschale in Anspruch nehmen und sind versichert in der Haftpflichtversicherung und in der Unfallversicherung. Mit den Pflegekassen kann ab dem 1. Pflegegrad ein Beitrag von monatlich 131 Euro abgerechnet werden. Hilfesuchende oder ihre Angehörigen können sich beim Verein melden. Die Helfer des Vereins können allerdings keinen Hausputz und keine körperliche/medizinische Pflege leisten. Die glaubwürdigen Ausführungen von Sigrid Hall überzeugten den Ortschaftsrat von Grüningen.
Er beschloss einstimmig: „Grüningen wird sich dem Nachbarschaftshilfeverein Aasen & Heidenhofen e. V. anschließen.“
In Top 3 wurde über die Haushaltsanmeldungen zum Haushalt der Stadt Donaueschingen für 2027 beraten und festgestellt, dass der Gemeinderat und Oberbürgermeister Erik Pauly auf strikten Sparkurs programmiert sind. Dringender Bedarf besteht beim Gemeindeverbindungsweg zwischen Grüningen und Wolterdingen und bei der Instandsetzung des desolaten, unwürdigen Zustandes der Toiletten in der Grundschule. Auch im Kindergarten, in der Schule, auf dem Spielplatz und an einigen Wegerandstreifen besteht Sanierungsbedarf. Die notwendige Rathaus-Sanierung steht schon lange auf der Wunschliste der Grüninger und wurde immer wieder auf die lange Bank geschoben. Sie dürfte nun vom Grüninger „Hoffnungs-Bahnhof 2028“ auf den „Langebankbahnhof 2029“ verschoben werden.
In Top 4 berichtete Ortsvorsteher Michael Böhm hocherfreut über die Durchführung der Aktion „Saubere Landschaft“, die am 25.4.2026 auf der Gemarkung Gründingen durchgeführt wurde. 40 Bürger und Bürgerinnen nahmen an der Aktion teil, auch der Ortsvorsteher packte selbst, als Saubermacher-Vorbild, mit an. Der Ortsvorsteher wies sodann noch auf den Dorfhock „SAVE THE DATE“ und die Aufstellung des Maibaums der Vereine am 2.5.2026 um 16:00 Uhr hin.
In Top 5 und Top 6 gab es zahlreiche Fragen und Anregungen aus dem Ortschaftsrat und der Bürgerschaft.