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Schwarzwald-Baar
Sonntag, 3. Mai 2026
ISSN 2698-6949
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Kein SOS-Notruf 0815: Bürgermeister im südlichen Schwarzwald-Baar-Kreis mit echtem Mahnruf!

Kein SOS-NOTRUF 0815: Bürgermeister im südlichen Schwarzwald-Baar-Kreis mit echtem Mahnruf!! (Bild: Regionalia)

Die Bürgermeister des südlichen Schwarzwald-Baar-Kreises machen sich wegen der befürchteten und erwarteten Aufgabe des Kreiskrankenhauses Donaueschingen große Sorgen um die Notfallversorgung in ihren Städten und Gemeinden. In einem SOS-Notruf fordern sie einen Ausgleich, falls die Trägergremien des Schwarzwald-Baar-Klinikums eine Aufgabe des Klinikstandortes Donaueschingen beschließen. Ihren „öffentlichen Notruf“ richten sie in einem „Appell“ an die Trägergremien. Die Bürgermeister des südlichen Schwarzwald-Baar-Kreises haben gewiss viele Freunde und Bekannte, aber offensichtlich nur wenige Nothelfer in dieser Causa. Es sollte kein Notruf 08:15 sein! Weil die Funktionäre des Trägergremiums aus Villingen-Schwenningen ganz offensichtlich die steuerzahlenden Bürgerinnen und Bürger aus dem südlichen Kreisgebiet mit der bisherigen Klinik Kreiskrankenhaus „abhängen“ wollen, richtet sich ihr leidenschaftlicher Appell an ihre Ehre, an ihre Fürsorgepflichten und an ihren Gerechtigkeitssinn. Die Bürgermeister wollen sich in der Bestimmung der Notvorsorge im Schwarzwald-Baar-Kreis nicht wie das fünfte Rad am „Kreiskrankenwagen" fühlen und ihre Städte und Gemeinden im Notfall betriebsbereit sehen.

Regionalia: Deutsche Zeitung für kostenloses, werbefreies, gemeinnütziges freies Wissen und wahre Information veröffentlicht nachfolgend den Appell der Bürgermeister, berichtet über das Ergebnis und weist darauf hin, dass schon Reichskanzler Otto von Bismarck schrieb: „Ein Appell an die Furcht findet im deutschen Herzen niemals ein Echo“. Man darf gespannt sein, ob das „Kreisherz“ im Schwarzwald-Baar-Kreis für alle schlägt. 

 

Das ist der Appell der Bürgermeister im Originaltext:

Schwarzwald-Baar-Klinikum - Standort Donaueschingen
Zukunftsperspektive: Aufbau einer ambulanten Notfallversorgung im Südkreis

Gemeinsamer Appell der Bürgermeister aus dem Südkreis
des Schwarzwald-Baar-Kreises:

Durch eine Schließung des Donaueschinger Standorts unseres Schwarzwald-Baar-Klinikums und eine Verlagerung an den Standort in Villingen-Schwenningen soll laut Gutachten der WMC Healthcare GmbH eine Einsparung für das Klinikum in den kommenden 10 Jahren in Höhe von 77,5 Millionen Euro erzielt werden. Diese Schließung hat auch Auswirkungen auf die medizinische Versorgung vor Ort.

Die prognostizierte enorme Kostenersparnis ist die Grundlage, auf der die Träger des Klinikums, nämlich die Stadt Villingen-Schwenningen und der Landkreis, über die Zukunft des Klinikums und die Schließung des Standorts Donaueschingen entscheiden werden. Diese wollen wir mit dem Appell auch nicht in Frage stellen.

Die Stadt Villingen-Schwenningen hat sich zudem aktuell dafür ausgesprochen, sich zulasten des Landkreises nicht mehr an einem Defizit des Klinikums beteiligen zu wollen. Damit verschiebt sich auch die finanzielle Verantwortung hin zum Landkreis.

Eine Schließung des Standorts in Donaueschingen wird sich negativ auf die medizinische Versorgung im Südkreis unseres Landkreises auswirken. Bereits im kommenden Jahr kann aufgrund der Krankenhausreform die Notaufnahme in Donaueschingen nicht mehr weiter betrieben werden. Die Notaufnahme ist jedoch eine zentrale Anlaufstelle für unsere Bürgerinnen und Bürger und damit Teil der ambulanten Versorgung.

Die Bürgermeister des Südkreises aus den Städten Bad Dürrheim, Blumberg, Bräunlingen, Brigachtal, Donaueschingen und Hüfingen appellieren daher an die Trägergremien, den Südkreis finanziell dabei zu unterstützen, dass die medizinische Versorgung auch in Zukunft aufrechterhalten werden kann. Der Südkreis verliert den Krankenhausstandort und die Notaufnahme. Daher stellt sich die Situation anders dar als in Villingen-Schwenningen, wo die Stadt ein kommunales medizinisches Versorgungszentrum etabliert hat und das Klinikum und der Landkreis nur ideelle Partner sind.

Wir appellieren daher an die Gesellschafter, dass das Klinikum für die Versorgung vor Ort auf der Südbaar einen substanziellen finanziellen Beitrag leistet und nicht nur eine ideelle Unterstützung zusagt. Wir wollen damit auch einen konstruktiven Beitrag in der Diskussion leisten und eine Brücke bauen.

Für die von uns geforderte ambulante Notfallversorgung soll im Sinne einer Gesamtkonzeption des Klinikums ebenfalls eine Förderung aus dem Transformationsfonds beantragt werden.

Bürgermeister Jonathan Berggötz, Bad Dürrheim
Bürgermeister Markus Keller, Blumberg
Bürgermeister Micha Bächle, Bräunlingen
Bürgermeister Michael Schmitt, Brigachtal
Oberbürgermeister Erik Pauly und Bürgermeister Severin Graf, Donaueschingen
Bürgermeister Patrick Haas, Hüfingen

  (Regionalia:Deutsche Zeitung:Schwarzwald-Baar, Artikel-Nr. 18897 ISSN 2698-6949)

Angelegt am 29.04.2026 14:34.

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