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Keine Stadt-Medizin an der Donauquelle: OB Erik Pauly will nicht Medizin-Macher sein.

Neue Stadtmedizin-Quellen an der Donauquelle? (Bild: Regionalia)

Donaueschingen klagt über starken Ärztemangel. Die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) hat errechnet, dass der „Versorgungsgrad“ mit Ärzten in Donaueschingen bei nur 76,9 % liege und viele notwendige Arztstellen „rechnerisch unbesetzt“ seien. Dagegen wollte die GUB, die Gemeinschaft unabhängiger Bürger e.V. Donaueschingen, etwas „Wirksames“ tun. Deswegen brachte GUB-Fraktionssprecher Markus Milbradt im Gemeinderat einen Antrag ein, der gemeinnützig wirken soll. Die GUB-Fraktion wollte durch ein Gutachten des Beratungsunternehmens „Diomedes“ feststellen lassen, ob die Stadt Donaueschingen durch die Anschiebung und Inszenierung eines „gemeinwohlorientierten, genossenschaftlichen Medizinischen Versorgungs-Zentrums (MVZ)“ zur besseren Sicherstellung der ambulanten ärztlichen Versorgung beitragen kann. 

„Med in Donaueschingen from the city“?

Der sehr ehrenwerte Antrag von GUB-Chef Markus Milbradt wurde in der öffentlichen Sitzung des Gemeinderates am 14.4.2026 sehr freundlich und auch konstruktiv diskutiert. Es wurde aber schnell klar, dass der Plan bei Oberbürgermeister Erik Pauly keine Begeisterung entfachte. Pauly machte deutlich, dass er dem „Milbradt-Plan“ aufgrund der angespannten Haushaltslage der Stadt mit großem Vorbehalt begegnet. Er wehrte sich dagegen, dass die Stadt immer weitere Aufgaben in Bereichen übernehmen soll, wo nicht sie, sondern andere, nämlich die Träger des Gesundheitswesens, zuständig seien. Für die Zuhörer war schnell ersichtlich, dass sich Oberbürgermeister Pauly nicht den weißen Arztkittel anziehen und als „Medizin-Macher“ neue Stadtmedizin-Quellen an der Donauquelle eröffnen will. Das sah auch die CDU-Fraktion und die FDP-Fraktion so. CDU-Fraktionssprecher Marcus Greiner wendet auch ein, dass es wettbewerbsrechtlich bedenklich wäre, wenn ausgerechnet die Stadt eine Konkurrenz zu den anderen bestehenden Medizinischen Versorgungszentren organisieren würde. „Med in Donaueschingen from the city“ wird es also – zumindest vorläufig – nicht geben.

Der Gemeinderat lehnte mehrheitlich den Antrag der GUB-Fraktion auf Einholung eines diesbezüglichen Gutachtens ab. Im öffentlichen Interesse bleibt aber die Frage der besseren ärztlichen Versorgung weiterhin.

Die Stadt Villingen-Schwenningen hat bereits das neue medizinische Versorgungszentrum „Regiomedes eG“ unter der Rechtsform einer gemeinnützigen Genossenschaft organisiert. Es wird sich also in der Zukunft zeigen, ob Markus Milbradt am Puls der Notwendigkeiten unserer Zeit im Fokus Medizin-Wende lag. Unser satirisches Foto zeigt in Anlehnung an unseren Titel und das brisante Thema OB Pauly mit Stethoskop im Ärztekittel schwimmend in der Donauquelle.

  (Donaueschinger Nachrichten, Artikel-Nr. 18794 ISSN 2698-6949)

Angelegt am 19.04.2026 20:26.

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