Regionalia
Deutschland
Mittwoch, 8. Juli 2026
ISSN 2698-6949
www.Regionalia.de
Zeitungen+Fernsehen für freies Wissen und wahre Information

Leser-Optionen

Artikel vorschlagen

NEU: 1-Klick Abo

Benutzer-Optionen

Slogan

DIE WAHRHEIT WIRD EUCH FREI MACHEN!

Services

Fremde Anzeigen

Artikel per Email weiterempfehlen

Millionengeschäfte mit neuen Friedhofs-Konzepten? Werden Kommunen vom selbst ernannten Freiburger „Friedhofsexperten" Weiher abkassiert?

„Ich werde ihm ein Angebot machen, das er nicht ablehnen kann“, heißt es süffisant in Mario Puzos Roman „Der Pate“.

Ein ähnlich unwiderstehliches Angebot hat wohl vermeintlich Stefan Lubowitzki aus Freiburg im Breisgau in der Aktentasche, wenn er bundesweit die Bürgermeister der Kommunen und ihre Friedhofsverwalter besucht. Denn diese erscheinen öfter mit der Verwaltung ihrer Friedhöfe überfordert, können die Kosten ihrer Friedhöfe oft nicht einmal selbst kalkulieren, reduzieren und in den Griff bekommen, brauchen dann am besten saftige Gebührenerhöhungen und dafür ein Alibi mit einem Gutachten oder einem neuen Friedhofs-Konzept, das sie (und ihren Gemeinderat) bei Fehlgriffen aus der Verantwortung nimmt. Man erinnert sich dabei unweigerlich an die gescheiterte deutsche Fußball-Nationalmannschaft, als anständig bezahlte Star-Spieler bei der WM keinen Elfmeter schießen wollten, weil sie die Verantwortung fürchteten.

Der „Sport-Entertainer“ Stefan Lubowitzki ist Vertriebsprofi und kam auf die geniale Idee, sich den überforderten Kommunen als selbst erkannter „Friedhofs-Experte“ anzudienen und diese in langfristige Verträge zu ziehen. Zunächst verkauft er ihnen einen sogenannten „Workshop-Strategietag Friedhofsplanung 2050“, um anschließend vermeintlich einen Auftrag für ein neues Friedhofskonzept zu ergattern. Von der Stadt Donaueschingen verlangte er, nur für den Strategietag, ein Honorar von 13.750 Euro, welches ihm Friedhofsverwalter Jochen Amma anstandslos zugestand. Die Gemeinde Reichenau im Bodensee folgte nach dem bezahlten „Workshop-Strategietag“ dem unwiderstehlichen Angebot des Entertainers und Friedhof-Experten Stefan Lubowitzki, wie dem Paten von Mario Puzo, und zahlte bisher 66.000 Euro für sein geliefertes Friedhofskonzept. Reichenau hat nur 5200 Einwohner und bei rund 60 Sterbefällen pro Jahr wird bei Umlegung dieser Kosten sofort klar, wer die Gewinner und wer die Verlierer dieses „geldschöpfenden Friedhofskonzeptes“ sind.

Lubowitzki teilte unserer Zeitung auf Nachfrage mit, dass er im Jahr 2025 sagenhafte 362 Friedhofsprojekte betreute. Würde er bei jedem Projekt, wie bei der Gemeinde Reichenau, 66.000 Euro kassieren, kämen Lubowitzki mit seiner vermeintlichen „Friedhofs-Masche“ und seinen verkauften und honorierten Raster-Schablonen, die er vermeintlich immer wieder und immer öfter für neue, naive vermeintliche „Gemeinde-Opfer“ kopiert, auf geschätzte Einnahmen von 23.892.000 Euro. Unsere Pressefragen zur Höhe seiner Preise, Honorare und Einnahmen beantwortete Lubowitzki leider nicht konkret.

Wir recherchieren daher noch bei den betroffenen Gemeinden und werden hier über die Ergebnisse berichten.
Absender Name:
  E-mail:
Sie bekommen eine Bestätigungsmail an diese E-mail Adresse.
Empfänger E-mail:

 

  Bitte geben Sie die Zeichen aus dem folgenden Bild im Feld daneben ein. Groß-/Kleinschreibung wird nicht unterschieden.
Zurück zum Artikel

 

© 2009-2025 Regionalia – Regionale Online-Nachrichten – Zeitungen+Fernsehen für freies Wissen und wahre InformationImpressum & Datenschutzerklärung

08.07.2026 16:07:19
Ihre IP-Adresse: 216.73.216.134