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Neudingen

Neudingen: Fürstliches Seelendorf an der jungen Donau.

Blick vom Fürstenberg auf das fürstliche Seelendorf Neudingen (Bild: Werner Semmler)

Neudingen liegt südöstlich der Kernstadt Donaueschingen an der jun­gen Donau. Das Dorf hat auf einer Gemarkungsfläche von 1.148 Hektar rund 700 Einwohner. Neudingen kam 1806 zum Großherzogtum Baden, wurde 1939 dem damaligen Landkreis Donaueschingen zugeteilt und ist seit dem 1. Januar 1975 ein Stadtteil von Donaueschingen. Ortsvorsteher ist Jochen Preis. Das Dorf Neudingen, das sich im Mittelalter einmal Nidinga und Neidingen nannte, kann eine große, königliche Vergangenheit nachweisen. 

Neudingen war um das Jahr 870 Teil der „Neudinger Pfalz“ im Ostfrankenreich des Karolinger-Kaisers Karl III., der auch als „Kaiser Karl III. der Dicke“ bekannt wurde. Er war ostfränkischer König, König von Italien, König der Bayern, westfränkischer König und zuletzt römischer Kaiser und verstarb am 13. Januar 888 in Neudingen. Neudingen war also einmal eine bedeutende Grafschaft, ein kaiserlicher Ruhesitz, Standort des Klosters Maria-Hof, und ist jetzt, schlussendlich, Grablege der Fürsten von Fürstenberg. Das markanteste Gebäude von Neudingen ist der weithin sichtbare Kuppelbau der Gruftkirche der Fürsten zu Fürstenberg. Sie wurde 1853 in den Park gebaut, in dem zuvor, in der kaiserlichen Pfalz, das abgebrannte Kloster Maria Hof stand. Seither sind die verstorbenen Mitglieder des Hauses Fürstenberg im Park um die Gruftkirche begraben. Ein weiteres markantes Wahrzeichen von Neudingen ist die römisch-katholische Pfarrkirche St. Andreas, die im 18. Jahrhundert als Kreuzkirche auf den Vorgängern aus dem 11. Jahrhundert errichtet wurde und an der Westseite noch ihr romanisches Portal bewahrte. Auf dem Kreuz vor der Sankt-Andreas-Kirche lautet die Inschrift: „Rette Deine Seele! Zum Trost der armen Seelen.“ Die Grablege der Fürsten zu Fürstenberg lässt Neudingen heute noch berühmt sein, weil es der Seelenort der Fürstenbergs ist.

  (Regionalia:Deutsche Zeitung:Donaueschingen, Artikel-Nr. 19195 ISSN 2698-6949)

Angelegt am 17.05.2026 23:10.

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Eingangsportal zur Gruftkirche und zur Grablege der Fürsten von Fürstenberg (Bild: Werner Semmler)  

Gruftkirche der Fürsten von Fürstenberg (Bild: Werner Semmler)  

Rathaus von Neudingen (Bild: Werner Semmler)  

Katholische Pfarrkirche von Neudingen (Bild: Werner Semmler)  

Altar der Pfarrkirche Neudingen (Bild: Werner Semmler)  

Grundschule von Neudingen (Bild: Werner Semmler)  

Historische Gasthöfe Sonne und Storchen in Neudingen (Bild: Werner Semmler)  

Rückseite des Rathauses von Neudingen (Bild: Werner Semmler )  

Grab Joachim Egon Maximilian Friedrich Leo Joseph Maria Hubertus Fürst zu Fürstenberg und Paula Fürstin zu Fürstennberg, Gräfin zu Königsegg-Aulendorf (Bild: Werner Semmler)  

Grab S.D. Heinrich Maximilian Egon Karl Fürst zu Fürstenberg (Bild: Werner Semmler)  
   
 

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