Hahnenkampf um Bürgermeisterposten im Donaueschinger Rathaus?
Hahnenkampf zwischen Jochen Amma, Sandra Reich und Niko Reith um Bürgermeisterposten im Donaueschinger Rathaus? (Bild: Regionalia)
„Warum in die Ferne schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah!" Diese Aphorismen für ein kluges Leben, aus Goethes Erinnerungen von 1827, könnten in kommunalen „Finanzkrisenzeiten“ bei der klammen Stadt Donaueschingen einen neuen, tiefen und intelligenten Sinn bekommen.
Denn die Stadt sollte dringend sparen und muss sich als kleine „große Kreisstadt“ dennoch den teuren Luxus eines zweiten Bürgermeisters leisten, obwohl Pauly möglichst viel allein entscheiden will und vermeintlich zuviel wertvolle Arbeitszeit mit "Grüß-August-Veranstaltungen" verplempert. Und so stellt sich die Frage, wer im Rathaus wird der „2. machtschwache Graf von Donaueschingen“, nach Severin Graf? Will heißen: Wer wird nach dem Verzicht von Sverin Graf auf eine erneute Bewerbung neuer, hauptamtlicher „Erster Beigeordneter“ (Bürgermeister) der Stadt Donaueschingen unter dem omnipräsenten OB Erik Pauly? Ein Leser schrieb unserer Zeitung: "Wer hat wirklich Eier zum mutigen Auftritt gegen Pauly?"
Der Gemeinderat hat erst kürzlich beschlossen, die Stelle des ersten hauptamtlichen Beigeordneten öffentlich auszuschreiben, doch unsere Zeitung hat aus vertraulichen Quellen erfahren, dass das „Postentgeschacher“ hinter den Gemeinderats-Kulissen bereits im Gange ist. Gibt es einen „politischen Kuhhandel“ unter den Fraktionen, nach dem Motto: „Du gibst uns das, wir geben Dir das, Du stimmst so und wir stimmen so“?
Offensichtlich hat die kluge Erkenntnis Ratsraum gewonnen, dass man Verwaltungskosten sparen könnte, wenn man nicht schon wieder einen zusätzlich hoch zu bezahlenden Beamten aus der Ferne holen würde, wo doch so viele gute Verwaltungswissenschaftler und Juristen in der Stadtverwaltung schon sind so nah da.
Geeignet für den Bürgermeisterposten wären wohl der sehr sachkundige und bewährte Leiter der Bauverwaltung, der Verwaltungswissenschaftler Jochen Amma, der städtische Justiziar Tobias Butsch, der Personalleiter Sebastian Pfaff und die Leiterin des Amtes für Bildung und Soziales, Sandra Reich. Reich ist ebenfalls Verwaltungswissenschaftlerin, doch ob es sinnvoll ist, ausgerechnet sie auch noch in dieses Amt zu wählen, wird bereits kritisch hinterfragt. Denn Reich ist im „Stadtkassensinn“ nicht geldreich, sondern sie gibt vermutlich in ihrem Fachbereich das meiste Geld der Stadt aus und ist dafür bekannt, dass sie lieber noch mehr Personal einstellen will, als mit teurem Personal zu sparen. Geeignet wäre wohl auch der Versicherungsfachmann Niko Reith, dem nach dem Verlust seines Mandats als Landtagsabgeordneter Ambitionen auf das Amt des Bürgermeisters unterstellt werden. Reith genießt viel Vertrauen und Sympathie in der Bevölkerung, doch würde Pauly und die CDU-Fraktion ihn dulden und wählen? Jochen Amma gilt als ehrzeiziger, fleißiger und durchsetzungsfähiger städtischer Amtsleiter, ihm wird zugemutet, dass er - nach Pauly - selber einmal Oberbürgermeister von Donaueschingen werden könnte.
Der Donaueschinger Showdown ist eröffnet! Unsere Zeitung hat aus vertraulichen Quellen erfahren, dass in Paulys CDU-Kreisen darüber gesprochen wurde, ob man Sandra Reich ins Rennen schicken soll, um Niko Reith zu verhindern. Schon die letzte Bürgermeisterwahl von Severin Graf hatte ein vermeintliches "Zirkus-Geschmäckle" von Pauly. Weil die ehrlichen, fristgerechten Bewerber wohl manchen Mächtigen nicht genehm waren, wurde die Bewerbungsfrist kurzerhand verlängert. Man ließ gute Bewerber durchfallen und am Schluss war man so uneinig, dass das Los des Zufalls für Graf entschied und die Kungelei ihnen verreckte.
Die Zeit bis zur Wahl des kommenden Bürgermeisters dürfte spannend und „lernreich“ werden. Der Hahnenkampf um das Amt des Bürgermeisters im Donaueschinger Rathaus ist eröffnet. Wird es ein „Hahnenkampf“ zwischen Amma, Reich und Reith?
Unsere humorvoll gemeinte satirische Fotomontage thematisiert den vermuteten bildsatirischen Hahnenkampf auf dem Rathausplatz.