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Auf die echte Fernseh-Hochzeit folgte eine echte Fürsten-Hochzeit: Karl Friedrich Erbprinz von Hohenzollern heiratete in Umkirch

Auf die echte Fernseh-Hochzeit folgte eine echte Fürsten-Hochzeit: Karl Friedrich Erbprinz von Hohenzollern heiratete in Umkirch (Bild: Klaus Schultes)

Rund zwei Millionen Zuschauer sahen im letzten Jahr eine echte Fernseh-Hochzeit im Queen-Auguste-Victoria-Park von Umkirch. Nun gab es nebenan, im Hohenzollern-Park, eine echte Fürsten-Hochzeit. Es war ein Stelldichein des europäischen Hochadels und von kaiserlichen und königlichen Hoheiten am Samstag in Umkirch bei Freiburg: Karl Friedrich Erbprinz von Hohenzollern (58) heiratete und lud seine auserlesenen Gäste ein. Auch der Chef der brandenburgischen Hohenzollern-Linie, aus dem Geschlecht der deutschen Kaiser und Preußen-Könige, Prinz Georg Friedrich von Preußen, gab sich die Ehre. Bei dieser Hochzeit durfte die Bevölkerung jedoch nicht zuschauen. Deswegen berichtet REGIONALIA wenigstens virtuell 

 Am Samstag traute Umkirchs Bürgermeister Walter Laub im Umkircher Hohenzollern-Schloss das wohl berühmteste Brautpaar seiner ganzen Amtszeit und seines Lebens. Der Bräutigam ist ein Spross des höchsten deutschen Adelsgeschlechtes und ein Mitglied des europäischen Hochadels: Karl Friedrich, Erbprinz von Hohenzollern. Der künftige Hohenzollern-Fürst (geboren 1952) war in erster Ehe verheiratet mit Alexandra Schenk Gräfin von Stauffenberg, die ihm seine vier Kinder Alexander, Philippa, Flaminia und Antonia schenkte. Nun heiratete der Erbprinz ein zweites Mal, nachdem die „Hohe Katholische Kirche“ zur Scheidung seiner ersten Ehe ihren Segen gab. Die fürstliche Hochzeit fand nicht am Stammsitz der Hohenzollern, auf der mit 400 Zimmer ausgestatteten Zollern-Schloss-Burg in Sigmaringen, sondern in Umkirch statt: Im badischen Schloss der Hohenzollern. Die Hohenzollern erbten das Schloss ehemals von der Großherzogin Stephanie von Baden, einer Adoptiv-Tochter des französischen Kaisers Napoleon. Umkirchs Bürgermeister Walter Laub wertete dies als eine „Liebeserklärung“ des Adelsherrn an den lieblichen Breisgau. Der Erbprinz hielt seine Hochzeit bis zuletzt geheim. Um die Presse und Organisatoren seiner Hochzeits-Feier abzulenken, bekam diese das Etikett „Sommer-Fest“. Der Erbprinz hielt sich so fast alle Paparazzi vom Hals. Die Braut des Erbprinzen feierte am Freitag ihren 51. Geburtstag; die Einladung zur Feier erregte somit keinen Hochzeits-Verdacht. Die zweite, neue und bürgerliche Gemahlin seiner Durchlaucht ist die Hamburger Model-Agentin Katharina-Maria (Nina) de Zomer (51), die nunmehr die angetraute glückliche Erbprinzessin und später die neue Fürstin von Hohenzollern sein wird. Das Paar lernte sich beim Skifahren in Zürs / Arlberg kennen. Die neue Erbprinzen-Gemahlin ist einige Jahre jünger als ihr Mann, doch das Paar versteht sich prächtig und es soll eine echte Liebes-Hochzeit gewesen sein. Erbprinz Karl Friedrich ist der älteste Sohn des Fürsten Friedrich Wilhelm von Hohenzollern. Der 86 Jahre alte Fürst konnte aus gesundheitlichen Gründen an der Hochzeit seines Sohnes nicht teilnehmen. Böse Zungen behaupten, er sei über die Heirat „not amused“. Denn für ihn ist es wohl „pas amusée“ wenn gleich zwei seiner Schwiegertöchter-Prinzessinnen nun ihren „Abgang“ in Sigmaringen nehmen: Nathalie von Hohenzollern, Noch-Ehefrau des Prinz Albrecht von Hohenzollern „verzog“ in die Schweiz und Karl Friedrichs Ex-Frau Alexandra von Hohenzollern, geborenen Stauffenberg, die Lieblings-Schwiegertochter des Fürsten, soll das Erbprinzen-Schloss Krauchenwies auch verlassen. In den letzten Trennungs-Jahren wohnte der Erbprinz mit der Lehrerin Heidemarie Mohr in einer Villa in Baden-Baden. Der Vater des Erbprinzen, Fürst Friedrich Wilhelm, wurde im Schloss in Umkirch geboren und studierte in Freiburg. Er steuerte das schwäbische Hohenzollern-Haus, wie ein königlicher Kaufmann, leise und geschäftstüchtig durch alle Stürme der Zeit; er ist ein Mann der sein Wort hält. Doch der Fürst ist ein weiser und gnädiger Mann und dürfte der Einsicht Raum geben, dass Liebe kein Schrecken sondern Freude bringen soll und sich jeder von uns (einmal?) irren kann.

Zur Hochzeit in den phantastisch beleuchteten und festlich geschmückten Schlosspark kamen rund 130 auserlesene Gäste aus ganz Europa. Die standesamtliche Trauung erfolgte am Samstag, dem 17. Juli, 10 Uhr im Schloss Umkirch. Anschließend gab der anwesende Stadtpfarrer von Sigmaringen, Karl-Heinz Berger, in einem Dank-Gottedienst im Umkircher Schlosspark, den kirchlichen Segen. Die Kirche spendet das Sakrament der Ehe Menschen nur einmal. Ein Dank-Gottesdienst sei nach einer Scheidung die übliche Form des Entgegenkommens, meinte der Sigmaringer Stadtpfarrer. Es war damit (nach der Fernseh-Hochzeit von Tobias Mutter im Queen-Auguste Victoria-Park) die zweite Umkircher Open-Air-Trauung im Park. Obwohl das Haus Hohenzollern mit 15.000 Hektar Wald der drittgrößte deutsche Waldbesitzer ist, blieb der Erbprinz ein musikalisch und künstlerisch begabter und sensibler Mensch mit zurückhaltendem Auftritt. Niemals gab es über das Sigmaringer Fürstenhaus Exzesse, die in der Regenbogenpresse abgehandelt werden konnten. Der Erbprinz studierte Betriebswirtschaft und macht eine solide Banklehre. Dementsprechend solide und zurückhaltend ist auch der bescheidene und leise „Banker-Auftritt“ seiner Durchlaucht. Nur in der Musik liebt es der Erbprinz etwas lauter: Er ist nämlich selbst ein begeisterte Spieler des Saxophons und gibt immer wieder beeindruckende Konzerte. Seine Freunde nennen den Jazz-Musiker liebevoll „Charlie“ und an seiner Hochzeit spielte „Charlie“ auch selbst; für seine neue Frau und seine Gäste. Doch einigen Umkircher Nörglern war der fürstliche Hochzeits-Boogie-Woogie zu laut. Ein allseits bekannter Orts-Kritiker hatte sich bereits zuvor, zu einer Art „Privat-Inspektion“, in den Schlosspark geschlichen und musste von den Sicherheitskräften des Erbprinzen gebeten werden, das fremde, befriedete Grundstück, das er eigenmächtig betrat, zu verlassen. Folglich lauerten einige der bekannten „Reklamations-Bürger“ von Umkirch schon auf die erwartete Ruhestörung durch die einmalige fürstliche Hochzeits-Musik, um reklamieren zu können. Sie alarmierten in der Nacht die Polizei, die ausrücken sollte, um dem fürstlichen Prinzen die kleinbürgerlichen Leviten zu lesen. Umkirchs Bürgermeister Walter Laub, der sich mit seiner Frau unter den Hochzeitsgästen befand, konnte den sachlichen Polizisten jedoch versichern, dass die einzigartige Veranstaltung angemeldet und von ihm genehmigt war. Doch als der Bürgermeister die Veranstaltung verließ, soll er von Bürgern deswegen noch angeschnauzt worden sein. Die Masse der gutmütigen und kunstsinnigen Umkircher reagierte auf die „kleine, laute Nachtmusik“ jedoch gelassen und genoss das fürstliche Hochzeits-Konzert aus der friedvollen Nachbarschaft. Denn wann schon feiert ein echter fürstlicher Erbprinz „nebenan“ Hochzeit und bläst seinen Zuhörern gratis einen heißen Blues? Und mancher nette Mit-Bürger von Umkirch dachte sich wohl: Lieber mal einen schönen Nacht-Blues genießen, statt sich „zumüllern“ lassen mit den ständigen Nörgeleien der ewig Unzufriedenen und Frustrierten. Sie freuten sich über die Freude des frisch vermählten Erbprinzen, dachten gnädig an ihre eigene Hochzeit und empfanden keinen neidvollen Kummer über fremdes Glück. Sie wollten dem Erbprinzen an diesem Abend seine Hochzeits-Freude nicht versalzen und nickten ein bei Goodbye Charlie. Am frühen Sonntagmorgen fuhr das fürstliche Brautpaar in Flitterurlaub nach Südfrankreich.

REGIONALIA – Die Umkircher Nachrichten - wünschen dem Brautpaar eine glückliche Ehe.

INFO-BOX: Die Hohenzollern – In Deutschland und im Breisgau

 

Das Haus Hohenzollern, 1061 erstmals erwähnt, zählt zu den ältesten und bedeutendsten schwäbischen Hochadelsgeschlechtern. Der Kern des Herrschaftsbereiches der damaligen Grafen von Zollern, seit dem 14. Jahrhundert der Grafen von Hohenzollern, bildete die namensgebende Burg bei Hechingen. Nach der Belehnung mit der Burgherrschaft Nürnberg entstand um 1214 eine fränkische (burggräfliche) Linie, aus der 1415 die Markgrafen von Brandenburg, 1701 das preußische und 1871 schließlich das deutsche Kaiserhaus der Hohenzollern hervorgingen.

Die Hohenzollern zu Sigmaringen im badischen Umkirch

Die schwäbischen Fürsten von Hohenzollern-Sigmaringen kamen in den Besitz des großherzoglich-badischen Schlossgutes Umkirch durch die erbliche „Mitgift“ der Prinzessin Josephine von Baden. Mit Erbvertrag vom 29. Juni 1860 vermachte die Großherzogin Stephanie von Baden das Gut Umkirch ihrer Tochter Josephine, Prinzessin von Baden, Gemahlin des Fürsten Karl Anton von Hohenzollern. Josephine erhob am 3. Mai 1887 das Schlossgut Umkirch zum Stammgut und verfügte, dass es unveräußerlich, unzertrennbar, unverschuldbar und unverpfändbar bleiben soll. Als Erbe setzte sie ihren zweitgeborenen Sohn Karl Eitel Friedrich Zephyrin von Hohenzollern-Sigmaringen ein, der 1881 als Carol I. zum König von Rumänien gewählt geworden war und verfügte die weitere Reihenfolge der nur männlichen Erben. Großherzog Friedrich von Baden genehmigte am 3. Juni 1887 die Stammguteinrichtung. Josephine von Baden starb am 19. Juni 1900. Damit wurde Carol I. König von Rumänien Eigentümer des Schlossgutes Umkirch. Nach Abdankung des Fürsten Cuza zugunsten des Prinzen Karl von Hohenzollern-Sigmaringen war er der Begründer des rumänischen Königtums. Das Haus Hohenzollern blieb bis zum Sturz der Monarchie (1948) auf dem rumänischen Königsthron. Der General Karl Eitel Friedrich Prinz von Hohenzollern-Sigmaringen (20.04.1839-10.10.1914) hatte am 15.11.1869 Elisabeth Prinzessin zu Wied geheiratet, die ihm als Königin Elisabeth von Rumänien nach Bukarest folgte. Die „dichtende Königin“ veröffentlichte unter ihrem Pseudonym Carmen Sylva unzählige Bücher und wurde von der Academie Francaise ausgezeichnet. Als König Carol am 10.10.1914 starb verzögerte sich die Erbregelung, jedoch ging das Stammgut Umkirch am 7. November 1916 durch Erbfolge auf Friedrich Victor Fürst von Hohenzollern-Sigmaringen. Er und seine Frau, Margarete Fürstin von Hohenzollern-Sigmaringen, Herzogin von Sachsen, fühlten sich in ihrer Sommerresidenz Umkirch sehr wohl, nahmen regen Anteil am Leben der Region und erwiesen sich als großzügige Stifter und Wohltäter. Nach dem Tod von Fürstin Margarete (16.10.1962) und Fürst Friedrich (6.2.1965) wurde das Eigentum am Schlossgut Umkirch am 10. Mai 1966 an den bisherigen Erbprinzen Friedrich Wilhelm (* 3.2.1924) übertragen. Er hatte am 5. Januar 1951 die Ehe mit Margarita Prinzessin zu Leiningen geschlossen, (* Coburg 19.5.1932, gest. Überlingen 16.6.1996) deren Mutter Großfürstin von Russland war. Friedrich Wilhelm war nun Fürst von Hohenzollern mit den weiteren Titeln Burggraf zu Nürnberg, Graf zu Sigmaringen und Veringen, Graf zu Berg, Herr zu Haigerloch und Werstein. Friedrich Wilhelm Fürst von Hohenzollern verkaufte Teile des Schlossgutes Umkirch, unter anderem den Fulwell-Park (jetzt Queen-Auguste-Victotoria-Park), das Beroldinger Haus (jetzt Rathaus Schloss Büningen). Burg Dachswangen, das Landwirtschaftsgut, den Gutshof und weitere Grundstücke und ermöglichte so der Gemeinde Umkirch eine rasante Entwicklung. Er behielt nur noch den alten Schlosspark und das Kageneck-Schloss sowie Waldflächen. Friedrich Wilhelm Fürst von Hohenzollern-Sigmaringen wurde Ehrenbürger der Gemeinde Umkirch. Sein erstgeborener Sohn Karl Friedrich, Erbprinz von Hohenzollern (* 20.4.1952 Sigmaringen), wird eines Tages seine Erbfolge antreten

Die Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern

 

Die Unternehmensgruppe des Fürsten von Hohenzollern ist immer noch ein Einzelunternehmen, dessen Inhaber Friedrich Wilhelm Fürst von Hohenzollern ist. Der Sohn des Fürsten, Karl Friedrich Erbprinz von Hohenzollern, führt die Geschäfte des Fürsten als sein Generalbevollmächtigter. Doch beim größten Gelbringer des Adelshauses, dem Zollern-Konzern wurden die überwiegenden Anteile des Fürsten, mit Blick auf die Erbschaftssteuer, schon früh auf den Erbprinz übertragen. Das Fürstenhaus besitzt aber an diesem „Konzern-Edelstein“ nur noch rund 50 Prozent der Anteile. Die Geschäftsbereiche der Unternehmensgruppe Fürst von Hohenzollern gliedern sich in Beteiligungen, Immobilien, Wald und Tourismus. Mit 15.000 Hektar Wald sind die Hohenzollern der drittgrößte Waldbesitzer Deutschlands. Sie vermarkten den Wald gewinnbringend. An der tschechischen Grenze besitzen sie einen riesigen Berg. Der „Große Arber“ ist mit seinen 1456 Metern Höhe der höchste Berg des bayerischen Waldes und, zusammen mit dem Großen Arbersee, lukratives Tourismus-Magnet. Das Fürstenhaus lässt Berg und See geschickt vermarkten. Mit seinen neuen Seilbahnen, modernen Beschneiungsanlagen und neuen Pistenmaschinen ist die ARBER-BERGBAHN-Region inzwischen ein modernes Skigebiet. Die Gondelbahn ist auch im Sommer in Betrieb und der „Große Arber“ gewährt den Touristen eine herrliche Aussicht auf den Bayerischen Wald und in den Böhmerwald. Der Erbprinz sagt stolz, dass alle Geschäftsfelder der fürstlichen Unternehmensgruppe profitabel seien. Und welcher Konzern kann das heute noch von sich sagen? Auf den sicheren Grundbesitz, der auch in Staats- und Bankenkrisen niemals untergehen kann, bauten die Hohenzollern ihre lange Geschichte als Unternehmer. Sie sind schon lange kein „regierendes“ Fürstenhaus mehr, doch als Unternehmer agierten sie solide, leise und erfolgreich. Der Erbprinz ist in der CDU engagiert und es wird im beträchtlichen Einfluss auf die Politik unterstellt. Das „Juwel“ im fürstlichen Kronschatz ist, neben dem sicheren Grundbesitz, die Beteiligung an den Zollern-Werken. Diese Beteiligung ist zwar sehr konjunkturanfällig, doch schaffte es Zollern-Geschäftsführer Klaus F. Erkes bisher stets, mit neuen Produkten an den Industrie-Bedürfnissen der Zeit zu sein und dem Erbprinzen gute Gewinne einzufahren. Und davon werden gute Kapital-Renditen an den Erbprinzen und den Fürsten ausgeschüttet. 

 

ZOLLERN GmbH & Co. KG  

 

Die Eisenverhüttung im Laucherthal endete1878, darauf wurde im Tal eine Bronze-Gießerei errichtet. Im Jahre 1708 begann man mit der Eisengewinnung durch Rennfeuer und Fürst Meinrad II. von Hohenzollern errichtete eine Eisenschmelze in Sigmaringendorf. Aus dieser entwickelten sich im Laufe der Jahre die „Fürstlich Hohenzollern’schen Hüttenwerke“, Der Mutter-Konzern nennt sich heute „Zollern-Werke“ (Zollern GmbH & Co. KG) und ist mit rund 3000 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber der Gemeinde. Um das Hüttenwerk entstand der Ortsteil Laucherthal, ursprünglich eine reine Arbeitersiedlung für die Eisenschmelze. Die Zollern-Werke haben inzwischen, nahe an der Industrie, Firmen und Produktionsstätten in ganz Deutschland, sowie Auslands-Werke in Portugal, Brasilien, China, Frankreich, Schweden, Rumänien, Schweiz und USA. Mit Gießereitechnik, Antriebstechnik, Stahlprofile, Maschinenbauelemente und Gleitlagertechnik macht der Zollern-Konzern weit über 500 Millionen Euro Umsatz pro Jahr. Die Zollern-Werke gehören zu etwa 50 Prozent den Hohenzollern und zu etwa 50 Prozent der Familie Merkle. Persönlich haftende Gesellschafterin der Kommanditgesellschaft ist die Fürstlich Hohenzollernsche Beteiligungs-GmbH. Kommanditisten (Teilhafter) sind: Mit 9,2 Mio. Euro Ludwig Merkle, der Sohn des verstorbenen Ratiopharm-Gründers Adolf Merkle, mit 8,6 Mio. Euro Karl Friedrich Erbprinz von Hohenzollern und mit 511.000 Euro Friedrich Wilhelm Fürst von Hohenzollern.

 

Autor des Artikels: Werner Semmler, Herausgeber

 

  (Umkircher Nachrichten, Artikel-Nr. 2469)

Angelegt am 19.07.2010 17:29.

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Karl Friedrich Erbprinz von Hohenzollern (Bild: Haus Hohenzollern)  

Auf die echte Fernseh-Hochzeit folgte eine echte Fürsten-Hochzeit: Karl Friedrich Erbprinz von Hohenzollern heiratete in Umkirch (Bild: Klaus Schultes)  

Das illuminierte Hohenzollern-Schloss im Rausche des fürstlichen ENTZÜCKENS (Bild: Klaus Schultes)  

Erbprinz Karl Friedrich und Erbprinzessin Katharina von Hohenzollern (Bild: Klaus Schultes)  

Der Erbprinz und seine neue Erbprinzessin mit Seiner Königliche Hoheit Bernhard Prinz von Baden (Bild: Klaus Schultes)  
 
 

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2 Kommentar(e)

21.07.2010 14:59:48 Zuletzt geändert am 21.07.2010 15:00:28 von wese   #2

wese (Chef-Redakteur)
   
Registriert seit:
Beiträge: 29
"Lieber Herr Semmler, danke für Ihre Info aus den Regionalia. Sie schreiben sehr richtig als Meinung der Nachbarn: "Lieber mal einen schönen Nacht-Blues genießen, statt sich „zumüllern“ lassen mit den ständigen Nörgeleien der ewig Unzufriedenen und Frustrierten..." Das ist absolut richtig.
Nach einer bestimmten Schreckzeit haben auch wir uns so verhalten und uns gefreut, nachdem wir ohne Vorwarnung vor vollendete Tatsachen gestellt waren und nur einen Steinwurf vom Geschehen entfernt schlafen sollten. Meine Kritik als Mühlenmatten-Bewohner, der sich noch nicht des Rentner- oder Pensionärs-Daseins erfreut und deshalb Wochenend-Nachtruhe zu schätzen weiß, auch vor halb drei Uhr nachts, ist ganz anderer Natur : Im Unterschied zu einem gutnachbarlichen Verhältnis unter nichtadligen Umkircher Bürgern wurde uns fürstlicherseits vorab in keiner Form mitgeteilt, dass dort und zu diesem Zeitpunkt diese fürstliche Großveranstaltung mit Beeinträchtigung der Nachtruhe stattfinden sollte. Dann hätte man sich darauf einstellen können. Hier vermisse ich fürstlichen Anstand. Und seitens der Gemeinde ist grundsätzlich zu erwarten, dass eine solche Groß-Veranstaltung, die sie ja großfürstlich genehmigt hat, auch den betroffenen (Klein-) Bürgern in geeigneter und besonderer Form gemeldet wird, z.B. durch einen speziell zugestellten Rundbrief. Deshalb muss Kritik, wo sie sachlich zu Recht besteht, nicht personalisiert als unberechtigt abqualifiziert werden. Ich bin wohlweislich kein kleinkarierter Nörgler. Aber meinen Sie nicht auch, dass man eine Informationspflicht gehabt hätte?"

Ein Mühlenmatten-Bewohner

Das ist dier Leserzuschrift eines Umkircher Bürger der nicht genannt werden will.

Antwort von Regionalia:

Selbstversändlich wäre es besser gewesen, wenn das Haus Hohenzollern die Nachbarn über das Fest und die zu erwartende lange und laute Nacht vorab informiert hätte. Dann hätten wir alle wenigsten gewusst, warum das so lange dauerte. So dachten wohl viele, dass das ziemlich rücksichtslos sei und bauten ihren Ärger die ganze Nacht hindurch erst richtig auf. Ich selbst bin ja auch unmittelbar betroffen gewesen, doch mich störte es nicht, weil es sich um ein hochwertiges Konzert mit glänzenden Musikern handelte. Auch das Z.M.F., oder andere Musik-Veranstaltungen, sind ja gelegentlich laut. Ich legte mich gegen 01.00 Uhr ins Bett und schlief wohl gegen 01.30 Uhr beim Erbprinzen-Jazz sanft ein. Ich wohne nun schon seit rund 15 Jahren hier. In dieser Zeit hat es nie gegenseitige Ruhestörungen mit meinen Nachbarn gegeben. Weder mit den Nachbarn auf meiner rechten, noch auf meiner linken, noch auf der gegenüberliegenden Seite. Ich dachte mir bei der Lautstärke, lass die heute mal feiern, das kommt nicht alle Tage vor. Ich habe also nicht meinen Ärger in mir aufgebaut, sondern dem Konzert zugehört, bis ich einschlief. Die Musiker hatten teilweise große Klasse. Es war laut, doch wie oft im Jahr feiern andere Menschen anderswo laut, ohne zu bemerken, dass es auch andere betrifft. Gestern spielte das Philharmonische Orchester im Freiburger Konzerthaus Maurice Ravel. Er ist der bedeutenste Vertreter des Impressionismus. Es war teilweise viel lauter als das Blues,- und Jazz-Konzert nebenan. Ich nahm es als erbprinzliche Impressionen. Natürlich hätte ich meine Nachbarn von so einem Konzert unterrichtet oder an einen Nachbarrn-Tisch dazu eingeladen. Doch im Erbprinz war wohl die Angst vor den Knipsern vorherrschend.

21.07.2010 14:29:58 Zuletzt geändert am 21.07.2010 14:59:16 von wese   #1

wese (Chef-Redakteur)
   
Registriert seit:
Beiträge: 29
"Lieber Herr Semmler, danke für Ihre Info aus den Regionalia. Sie schreiben sehr richtig als Meinung der Nachbarn: "Lieber mal einen schönen Nacht-Blues genießen, statt sich „zumüllern“ lassen mit den ständigen Nörgeleien der ewig Unzufriedenen und Frustrierten..." Das ist absolut richtig.
Nach einer bestimmten Schreckzeit haben auch wir uns so verhalten und uns gefreut, nachdem wir ohne Vorwarnung vor vollendete Tatsachen gestellt waren und nur einen Steinwurf vom Geschehen entfernt schlafen sollten. Meine Kritik als Mühlenmatten-Bewohner, der sich noch nicht des Rentner- oder Pensionärs-Daseins erfreut und deshalb Wochenend-Nachtruhe zu schätzen weiß, auch vor halb drei Uhr nachts, ist ganz anderer Natur : Im Unterschied zu einem gutnachbarlichen Verhältnis unter nichtadligen Umkircher Bürgern wurde uns fürstlicherseits vorab in keiner Form mitgeteilt, dass dort und zu diesem Zeitpunkt diese fürstliche Großveranstaltung mit Beeinträchtigung der Nachtruhe stattfinden sollte. Dann hätte man sich darauf einstellen können. Hier vermisse ich fürstlichen Anstand. Und seitens der Gemeinde ist grundsätzlich zu erwarten, dass eine solche Groß-Veranstaltung, die sie ja großfürstlich genehmigt hat, auch den betroffenen (Klein-) Bürgern in geeigneter und besonderer Form gemeldet wird, z.B. durch einen speziell zugestellten Rundbrief. Deshalb muss Kritik, wo sie sachlich zu Recht besteht, nicht personalisiert als unberechtigt abqualifiziert werden. Ich bin wohlweislich kein kleinkarierter Nörgler. Aber meinen Sie nicht auch, dass man eine Informationspflicht gehabt hätte?"

Ein Mühlenmatten-Bewohner

Das ist dier Leserzuschrift eines Umkircher Bürger der nicht genannt werden will.
Antwort von Regionalia:

Selbstversändlich wäre es besser gewesen, wenn das Haus Hohenzollern die Nachbarn über das Fest und die zu erwartende lange und laute Nacht vorab informiert hätte. Dann hätten wir alle wenigsten gewusst, warum das so lange dauerte. So dachten wohl viele, dass das ziemlich rücksichtslos sei und bauten ihren Ärger die ganze Nacht hindurch erst richtig auf. Ich selbst bin ja auch unmittelbar betroffen gewesen, doch mich störte es nicht, weil es sich um ein hochwertiges Konzert mit glänzenden Musikern handelte. Auch das Z.M.F., oder andere Musik-Veranstaltungen, sind ja gelegentlich laut. Ich legte mich gegen 01.00 Uhr ins Bett und schlief wohl gegen 01.30 Uhr beim Erbprinzen-Jazz sanft ein. Ich wohne nun schon seit rund 15 Jahren hier. In dieser Zeit hat es nie gegenseitige Ruhestörungen mit meinen Nachbarn gegeben. Weder mit den Nachbarn auf meiner rechten, noch auf meiner linken, noch auf der gegenüberliegenden Seite. Ich dachte mir bei der Lautstärke, lass die heute mal feiern, das kommt nicht alle Tage vor. Ich habe also nicht meinen Ärger in mir aufgebaut, sondern dem Konzert zugehört, bis ich einschlief. Die Musiker hatten teilweise große Klasse. Es war laut, doch wie oft im Jahr feiern andere Menschen anderswo laut, ohne zu bemerken, dass es auch andere betrifft. Gestern spielte das Philharmonische Orchester im Freiburger Konzerthaus Maurice Ravel. Er ist der bedeutenste Vertreter des Impressionismus. Es war teilweise viel lauter als das Blues,- und Jazz-Konzert nebenan. Ich nahm es als erbprinzliche Impressionen. Natürlich hätte ich meine Nachbarn von so einem Konzert unterrichtet oder an einen Nachbarrn-Tisch dazu eingeladen. Doch im Erbprinz war wohl die Angst vor den der Knipsern vorherrschend. Gruß Werner Semmler

 


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