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Fussball-Splitter: Spanien erteilt der Bundesliga eine Lektion – „Lama“ aus dem Verkehr gezogen

Wer spuckt, wird gesperrt! Diese Botschaft schickte der deutsche Fußball Bund in dieser Woche hinaus. Denn er zog den Hamburger Carlos Zambrano für eine Spuck-Attacke aus dem Verkehr. 3 Spiele Sperre bekam der Profi des FC St. Pauli aufgebrummt. Dabei hatte er „nur“ auf das Trikot eines Gegenspielers gerotzt. Exempel sind in diesen Angelegenheiten ein probates Mittel, um Nachahmer zu warnen. Bei Werder Bremen fürchten sich indes die Fans vor der Zukunft, denn den erfolgsverwöhnten Norddeutschen laufen die Stars reihenweise davon. Der Teufelskreis ist immer der gleiche. Keine europäischen Spiele, keine großen Verträge, keine Stars. Wiese, Pizarro, Naldo und Marin sind auf dem Absprung. Auf der Strecke bleibt die Identifikation. Einen heftigen Rückschlag erlitt derweil die Bundesliga auf europäischer Bühne. Die spanische Primera Division erteilte der deutschen Premium-Klasse eine Lektion, die sich gewaschen hat. Die Bundesliga verlor alle 4 Spiele gegen die Spanier und muss sich weiter mit der Rolle der drittstärksten Liga abfinden. Und bei Bayer Leverkusen passierte das, was wir in der Vorwoche an dieser Stelle angekündigt haben. 

Bayer Leverkusen: Regionalia-Leser wussten es schon vor einer Woche. Robin Dutts Abschied von Bayer Leverkusen zum Saison-Ende stand fest. Aus gut unterrichteten Kreisen erfuhren wir von der Entscheidung in der wichtigen Personalie. Doch bei einer Niederlage gegen den momentan munter aufspielenden SC Freiburg würde es schon am letzten Wochenende passieren, schrieb Regionalia. Und war auch damit wieder einmal gut informiert. Robin Dutt musste gehen nach dem 0-2 gegen Freiburg. Die Stimmung im Werks-Club war vergiftet. Die Zuschauer machten sich lustig über den Trainer und die Mannschaft. Das ließ sich nicht hinnehmen von den Verantwortlichen. Sie zogen noch am Abend die Reißleine. Am nächsten Morgen wurde es verkündet. Robin Dutt hatte einfach zu viele anfängerhafte Fehler gemacht und zu viele im Umfeld des Vereins gegen sich aufgebracht. Der ehemalige Freiburger Fußball-Trainer ließ kein Fettnäpfchen aus. Das Thema Michael Ballack (wir berichteten) managte der Trainer unzureichend und naiv. Ist es nur ein Zufall, dass der Welt-Star Michael Ballack eine Woche nach Robin Dutts Abgang nach Monaten sein Comeback feiern will? Internas aus der Kabine und vom Trainings-Platz landeten immer wieder in der Presse. Der Tenor lautete: Robin Dutt regiert mit erhobener Nase, was gestandene National-Spieler verschnupft aufnahmen. Bei einem Club geht das gut. Hat Robin Dutt die Gegebenheiten unterschätzt? Dennoch hat der aufstrebende Fußball-Lehrer Respekt verdient. Er stellte sich der Öffentlichkeit und räumte Fehler ein. Dass Bayer Leverkusen ihn vor die Tür setzen musste, dafür zeigte er Verständnis. Robin Dutt schaffte es, einen einigermaßen guten Abgang zu bewerkstelligen. Einen neuen Klub wird er bald wieder finden. Und dann vielleicht auch weniger Anfänger-Fehler machen.
 
Werder Bremen/FC Schalke 04: Es wird gerne verklärt in der Bundesliga. Dass Dankbarkeit nur selten zählt und das es doch meist nur um das Geld geht, zeigt das Beispiel Werder Bremen. Die erfolgsverwöhnten Norddeutschen kommen nicht in die lukrative und rennomierte Champions-League. Und schwupps, fliegen die Stars davon. Erst kündigte Stürmer-Star Claudio Pizarro fristgerecht seinen Vertrag. Der Peruaner liebäugelt mit einem erneuten Wechsel zum FC Bayern München, wo er mehr verdienen könnte und sich regelmäßig auf höchster europäischer Ebene präsentieren kann. Naldo drängt bereits seit einigen Monaten auf eine Rückkehr zu einem brasilianischen Spitzen-Club. Und nun verlässt Torhüter Tim Wiese, die deutsche Nummer 2, den Verein. Ein Neuaufbau kommt für den nach Experten-Meinung konstantesten Torhüter der Bundesliga in den letzten Jahren nicht in Frage. Damit verliert Werder eine echte Type. An der Weser ist Tim Wiese eine Kult-Figur. Auch Mittelfeld-Wirbler Marco Marin beschäftigt sich angeblich mit größeren Klubs. Werder Bremen droht das Mittelmaß, denn nicht zuletzt in dieser Saison zeigte sich, dass der Kader außer Claudio Pizarro und Tim Wiese nicht viel zu bieten hat. Die Klubs sind zum Erfolg verdammt,um ihre Stars zu halten. Identifikation ist selten geworden. Die Fans haben Probleme, den Überblick zu behalten beim ständigen Bäumchen-Wechsel-dich-Spiel. Das Gegenbeispiel ist Schalke 04, das immer weiter aufrüstet. Tim Wiese steht dort auf dem Zettel. Es ist nach unseren Informationen noch nicht entschieden, aber gut möglich, dass der Keeper dorthin wechselt. Die Königsblauen wollen endlich wichtige Titel gewinnen. Koste es, was es wolle? Wiese hat ein von Bremen kaum zu toppendes Angebot vorgelegt bekommen. Der Klub ist extrem verschuldet, angeblich mit einer dreistelligen Millionen-Summe. Doch dort schläft man gut. Schalke-Boss Clemens Tönnies erklärte der Öffentlichkeit kürzlich, wie man die Zukunft beim Revier-Klub angehen will. Ein Bundesliga-Konkurrent der sich finanziell konsolidiert und sich daher im sportlichen Sinkflug befindet, „spart sich momentan zu Tode“, erklärte Tönnies. Schalke geht offenbar einen anderen Weg. Was soll’s? Am Ende hilft vielleicht sogar der Steuer-Zahler.
 
FC St. Pauli: Es ist einer der widerlichsten Ausraster, der einem Profi-Sportler passieren kann. Seinen Kontrahenten anzuspucken, zählt zu den niederträchtigsten und verwerflichsten Untaten auf dem Fußball-Platz. Oft hat es eine Tätlichkeit des wütenden Opfers zur Folge, das dann wochenlang gesperrt wird. Die Mutter aller Spuck-Szenen ist der doppelte Rotzer Frank Riijkard, der Rudi Völler einst in die Locken spuckte. Beide wurden des Feldes verwiesen, was weltweit Empörung auslöste. Auch der Carlos Zambrano vom FC St. Pauli konnte sein südamerikanisches Temperament ebenfalls nicht zügeln. Er spuckte Sascha Rösler auf das Spiel-Trikot und spielte das Unschulds-Lamm. Rösler, der auch kein Unschulds-Lamm ist, ließ sich nicht provozieren. Und in diesem Fall hat der Deutsche Fußball Bund folgerichtig reagiert. Er zog das „Lama“ Carlos Zambrano für 3 Spiele und schickte damit eine eindringliche Warnung an alle Spucker auf dem Fußball-Platz. Die dürften bei „Nachahmungs-Taten“ nicht mehr so glimpflich davonkommen.
 
Bundesliga: Die deutsche Bundesliga wähnte sich schon auf dem Weg zum Olymp. Hochmut kommt vor dem Fall? In der europäischen Rang-Liste hat man die italienische 1. Fußball-Liga distanziert. Spanien, das hinter England 2. ist, sollte als nächstes folgen. Doch die Bundesliga hat gestern von den Iberern in der Europa-League eine kräftige Watsch’n bekommen. Autsch! Beim sportlichen Kräfte-Messen mit Athletic Bilbao und Atletico Madrid zogen Schalke 04 und Hannover 96, die in der Bundesliga zu den stärksten Teams zählen, den kürzeren. Sie waren chancenlos. Sie gewannen nicht einmal ein einziges Spiel von 4. Spanien hat seinen Vorsprung ausgebaut. Die deutsche Bundesliga kann die Clubs aus der Primera Division jetzt nur noch aus der Ferne sehen. 5 spanische Mannschaften sind in den europäischen Halbfinals. Deutschland ist wieder einmal nur durch die Bayern vertreten, die regelmäßig den Mund voll nehmen, aber auch Erfolge schaffen. Dabei glaubt sich die Bundesliga auf Augenhöhe, wenn nicht sogar auf der Überholspur. Ein Trugschluss? Es waren die Rafinesse und die spielerische Feinheit, die den Deutschen fehlte. Die technische Überlegenheit war offensichtlich. Auch kaltschnäuziger waren die Südeuropäer. Spanien hat der Bundesliga eine Lektion erteilt. Einen weiteren Champions-League-Platz haben die Deutschen errungen. Sie haben in den letzten Jahren vor allem gegenüber den schwachen Italienern aufgeholt. Doch trotz aller neuen Erfolge, sollte man in der Bundesliga anerkennen, dass England und Spanien weiter die stärksten Ligen in Europa stellt. Erst weit dahinter kommt die Bundesliga.
 
Worte der Woche: „Wenn man meine Motivation in Flaschen abfüllt und verkauft, geht man in den Knast.“ Borussia Dortmunds Trainer Jürgen Klopp zum Meisterschafts-Endspurt.
Autor:  pe (Regionalia Deutschland, Artikel-Nr. 6306)

Angelegt am 06.04.2012 15:47.

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