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Fussball-Splitter: EM in der Ukraine - Watzke muckt auf – Engländer missgönnen Bayern „Finale dahoam“

Die Bundesliga hat mit dem Halbfinal-Sieg des FC Bayern München bei Real Madrid ein Ausrufezeichen gesetzt. Der Sieg ist umso höher zu schätzen, da die Bayern bei der teuersten Mannschaft der Welt gewonnen haben. Man siegte beim kommenden Meister einer Liga, die schätzungsweise so hoch verschuldet ist wie Griechenland. Dort wird Fußball-Monopoly gespielt. Spieler werden – koste es, was es wolle – verpflichtet. Schulden in unvorstellbarer Höhe werden ohne Konsequenzen angehäuft. Der Erfolg der Bayern gegen die stolzen Toreros beschert dem deutschen Vorzeige-Klub das „Finale dahoam“ in München gegen Chelsea London – was schon seit Jahren fest verankert ist im Fußball-Rahmentermin-Kalender. Doch erst jetzt stößt das Thema auf Kritik – ausgerechnet aus England. Derweil wurden erste angebliche Medien-Spekulationen bestätigt und es zeigt sich wieder, dass die Presse meistens besser informiert ist, als die Klubs es weismachen wollen. Borussia Dortmund droht zudem seinen wichtigsten Spieler zu verlieren. Jetzt hat man Shinji Kagawa sogar ein Ultimatum gesetzt. Dabei dachte man bislang, solche Maßnahmen benötige man in der Dortmunder Idylle nicht. BVB-Finanz-Verwalter Hans-Joachim Watzke hat indes ein verbales Zeichen gesetzt und sein Fernbleiben an der Europa-Meisterschaft in der Ukraine angedeutet, sollten die Menschenrechte in dem Splitter-Staat weiter missachtet werden. Außerdem kann sich die Bundesliga bald über höhere Einnahmen aus der Fernseh-Verwertung freuen. Einem prall gefüllten Geld-Koffer aus dem Hause Rupert Murdoch sei Dank. Doch hatte die Bundesliga das nicht schon einmal? 

Borussia Dortmund: Inzwischen ist es amtlich, dass Borussia Dortmund schon wieder Deutscher Meister ist. Dass die Westfalen ihren Titel verteidigen würden, war allerdings schon nach dem Gipfel gegen Bayern München klar, der sich als Hass-Duell zweier Klubs voller Alpha-Tiere entpuppt hatte. Neven Subotic zeigte wieder einmal, dass bei den Schwarz-Gelben nicht jeder eine gute Kinderstube genossen hat. Vielleicht sollte er mit Kevin Großkreutz ein einschlägiges Seminar besuchen....Sportlich macht Dortmund da weiter, wo es im letzten Jahr aufgehört hat und das ist höher einzuschätzen. Oben zu bleiben ist eine größere Leistung, als dorthin zu kommen. Die „Kloppos“ können sogar für einen Rekord sorgen, indem sie mehr als 80 Punkte holen. Der große Konkurrent Bayern München hat in der letzten Saison geschwächelt. In diesem Jahr nicht. Dortmund war besser als der rote Branchen-Riese, der das aber verschmerzen kann. Schließlich sind die Münchner im Champions-League-Finale. In Dortmund wird etwas aufgebaut. Nirgendwo geht es Fußball-Profis momentan besser als bei BVB Borussia, behaupten die BVB-Macher. Kein Spieler wolle den Verein auf absehbare Zeit verlassen, man sei in dieser Hinsicht praktisch auf Augenhöhe mit dem großen FC Bayern, der sich diesen Status über seriöse Arbeit in Jahrzehnten erarbeitet hat. Kritiker, die davor warnten, dass Dortmund acht geben muss, dass die Mannschaft nicht weg gekauft wird, weil es eben noch größere Klubs gibt, wurden teils arrogant abgebürstet. Doch wie sieht es wirklich aus? Setzen die Mechanismen bei Borussía nicht genauso ein wie bei anderen Clubs? Das zeigt sich schon am neuen Vertragswerk des Mario Götze (wir berichteten). Der Kontrakt war zwar (um eine kurze Laufzeit) verlängert worden, dafür wollte Götze aber unbedingt eine Ausstiegsklausel! Will er sie, weil er 10 Jahre in Dortmund bleiben will? Beim anderen Super-Star der Dortmunder mehren sich sogar die Anzeichen, dass er den Klub schon jetzt verlassen will. Wie ist das ewige Zögern von Shinji Kagawa sonst zu erklären? Die Dortmunder reagierten erst cool. Kagawa habe alle Zeit der Welt. Er bleibe ja sowieso. Sie boten an, sein Gehalt zu verdoppeln. Doch inzwischen steigt der Blutdruck bei den Verantwortlichen? Ist Borussia Dortmund am Ende doch keine Idylle sondern ein Klub wie jeder andere mit den selben Mechanismen? Man hat Kagawa jetzt sogar ein Ultimatum gestellt. Dabei wollen doch alle von selbst bleiben im schönen Dortmund.... oder doch nicht? Manchester United ist extrem scharf auf den japanischen Flitzer. Manchester ist einer der größten Klubs der Welt. Die Dortmunder haben national eine neue Dimension erreicht. Doch international sind die Schwarz-Gelben noch eine kleine Nummer. Das müssen sie gerade erfahren.
 
Bayern München/FC Liverpool: Engländer sind als faire Sports-Männer bekannt. Sie ertragen ihre Niederlagen mit Würde und zeigen auch im Sieg Charakter. Doch Liverpools Star-Trainer Kenny Dalglish hat sich jetzt ein Foul erlaubt, das gar nicht zum Fairplay der „Insulaner“ passt. Es sei unfair, dass Bayern München das Champions League-Finale gegen den FC Chelsea im eigenen Stadion spielen darf, beschwerte sich die englische Fußball-Legende. Mit Recht? Es fällt Kenny Dalglish reichlich spät ein auf diesen Umstand hinzuweisen. Ist er ein Im-Nachhinein-Kritisierer? Schließlich ist es seit mehreren Jahren bekannt, dass das Endspiel 2012 in der Allianz-Arena stattfinden wird. Und es kommt auch nicht gerade selten vor, dass der Haus-Eigentümer Bayern München sich für die „Königs-Klasse“ qualifiziert. Wo war Kenny Dalglish vor 2 Jahren? 2010 stand der deutsche Vorzeige-Klub bereits im Finale, und schon im Herbst 2010 hatte Uli Hoeneß auf der Mitglieder-Versammlung des FCB in einer emotionalen Rede auf die Wichtigkeit des festgelegten Spielortes im Mai 2012 hingewiesen. Bayern München müsse dieses Finale unbedingt erreichen, rief er den Klub-Mitgliedern zu. Kenny Dalglish könnte es auch typisch englisch als Riesen-Leistung honorieren, dass ein Klub es tatsächlich geschafft hat, dieses wohl einmalige Erlebnis in der Karriere eines Profis realisiert zu haben. Denn es war eine Punkt-Landung der Bayern! Vor rund 30 Jahren stand Dalglish übrigens selbst im Finale des Europacups der Landesmeister. Mit seinem FC Liverpool gewann er beim AS Rom – in Rom.
 
Bundesliga: Die Saison geht zu Ende und die Transfer-Spekulationen schießen ins Kraut. Es werden auch bereits die ersten Fakten an die Öffentlichkeit gegeben, die aber meist schon gut informiert ist. Den Klubs ist die freie Presse zuweilen ein Dorn im Auge? Spekulationen stören die Verhandlungen. Presse-Spekulationen oder recherchierte Informationen werden ins Reich der Fabel oder als Geschichten aus 1001 Nacht bezeichnet. Oft wird die Presse verunglimpft. Doch ist das angemessen? Beispiele: Seit Wochen berichtete die Presse über den fest stehenden Wechsel von Dante zum FC Bayern München. Auch Regionalia hatte davon Wind bekommen und wir hielten mit den Informationen nicht hinter dem Berg. Der Wechsel ist nach unseren Informationen vor langer Zeit bereits perfekt gemacht worden. Wir berichteten davon. Bei den Klubs werden Informationen, die noch nicht für die breite Öffentlichkeit bestimmt sind, kritisch gesehen. Es könnte Unruhe in die Vereine bringen. Auf den Positionen der „Neu-Einkäufe“ spielen momentan noch andere Profis und die sollen in der Saison-Endphase noch die Kohlen aus dem Feuer holen für ihren Klub. Dass sie bald nicht gebraucht werden, sollen sie nicht wissen. Doch sollte die Presse deshalb Informationen, die den Fußball-Fan brennend interessieren, zurückhalten? Und sollten die Klubs gegenüber der freien Presse nicht ebenso Respekt zeigen, wie sie diesen von den Journalisten immer gebetsmühlenartig einfordern, statt scheinbar gut informierten Medien-Leuten schlechte udn amateurhafte Recherche zu unterstellen? Auch, dass Senor Raúl den FC Schalke 04 verlassen wird, ist übrigens inzwischen offiziell verkündet worden. Regionalia meldete das bereits definitiv vor mehreren Monaten.
 
FC Bayern München: Das waren 2 Stiche in das stolze spanische Herz. Erst verabschiedete sich der FC Barcelona aus dem wichtigsten Fußball-Wettbewerb für europäische Klubs. Und danach schlug auch die „schwarze Bestie“ zu und kegelte die teuerste Mannschaft der Welt in deren Stadion aus der Champions-League. Der FC Bayern München steht nach dem Sieg bei Real Madrid im Finale der „Königs-Klasse“! Auch ohne Gehälter- und Ablöse-Harakiri wie die englischen Vereine oder wie die spanischen Klubs, von denen nicht wenige mit unvorstellbaren Millionen-Summen bei den Steuer-Behörden in der Kreide stehen, lassen sich Erfolge erarbeiten. Bayern steht zum 2. Mal innerhalb von 3 Jahren im wichtigsten Finale der kontinentalen Klub-Wettbewerbe! Bayern polarisiert mit einer zuweilen unverhohlenen Arroganz. Doch kaum ein Klub auf dieser Welt wird so seriös und wirtschaftlich klug geführt wie die „Roten von der Isar“. In dieser Saison steht Bayern in 2 von 2 möglichen Endspielen um Titel. In der Meisterschaft wird man Zweiter.
Und können die Münchner nun auch finanziell weiter aufholen? Zumindest beim Fernseh-Geld könnte man den Konkurrenten aus Madrid, Manchester oder Barcelona auf die Pelle rücken. Der neue TV-Vertrag mit dem Bezahl-Sender SKY garantiert bald deutlich mehr Einnahmen. Eine gute Nachricht? Es ist Vorsicht geboten. Ist der Pay-TV-Kanal aus dem Reiche Rupert Murdochs tatsächlich eine wirtschaftlich gesunde und seriöse Adresse? Es sind große Zweifel erlaubt? Die Abonnenten-Zahlen stagnieren weitestgehend oder erreichen nach wie vor nicht die Zahlen, die prognostiziert wurden und die für ein so großes Geld-Paket, das die Bundesliga erhält, nötig wäre. Rupert Murdoch hält rund die Hälfte der Aktien bei SKY und in 3 Jahren hat er bereits 1 Milliarde Euro (!) in das defizitäre TV-Unternehmen gesteckt. Ein Fass ohne Boden? Vor einigen Jahren war das Reich von Leo Kirch zusammengebrochen. Er hatte sich an den Bundesliga-Rechten übernommen? Damals fiel man beim Verband und in den Klubs angeblich aus allen Wolken und man gelobte Besserung. Wiederholen sich gerade die gleichen Fehler?
 
Borussia Dortmund/Europa-Meisterschaft: Borussia Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke hat sich mit seiner teils übertrieben forschen Art in dieser Saison nicht nur Freunde gemacht. Zuweilen entstand der Eindruck, ihm tat die dünne Höhen-Luft nicht gut. Der Finanz-Chef des Meisters fühlt sich schon auf einer Höhe mit dem FC Bayern München? Dabei haben sich die Münchner ihren Ruf mit seriöser Arbeit über Jahrzehnte erarbeitet. Davon sind die Dortmunder auch mit 2 Meister-Schalen in Folge noch weit entfernt. Doch Watzke hat eine Meinung, und er vertritt sie. Er eckt an. Er lässt sich nicht verbiegen. Watzke hat nun als erster „Wort-Führer“ des Profi-Fußballs die Aufmerksamkeit auf das Gastgeber-Land der Euro 2012 Ukraine gelenkt. Die Zustände dort sind nicht immer von demokratischen Grundsätzen geleitet? Nicht nur für die lange Haft-Strafe und die Bedingungen für die ehemalige Premier-Ministerin des Landes steht die junge Republik weltweit am Pranger. Allein, es passiert nicht viel. Es mischt sich kaumjemand ein. Auch gegen die mafiösen Machenschaften bei den Hotel-Betreibern im Vorfeld der Europa-Meisterschaft wird nicht vorgegangen? Für „Otto-Normal-Verbraucher“ ist diese Euro ein Phantasia-Land. Ganz weit weg, weil unbezahlbar. Die Preise für die Unterkünfte sind zum Teil um 1000 % gestiegen. Die Fans werden ausgenommen wie die Weihnachts-Gänse. Wird die Fußball-EM zur elitären Veranstaltung? Uefa-Chef Michel Platini hat sich kurz eingeschaltet in die Diskussion. In der Ukraine gebe es „Gauner und Banditen“, klagte er. Doch das ist schon lange wieder verstummt. Passiert ist nichts. Der Fan ist der Dumme. Dortmunds Hans-Joachim Watzke hat nun allerdings als erster Konsequenzen angekündigt. Sollte sich die Behandlung der ehemaligen Premier-Ministerin nicht verbessern, wird Watzke, immerhin der Geschäftsführer des deutschen Fußball-Meisters, nicht zur Europa-Meisterschaft in die Ukraine reisen. Weitere Beispiele müssten allerdings folgen. Denn die Sport-Branche kann sich nicht auf sein Ruhekissen zurückziehen und ständig die Mär wiederholen, dass Sport und Politik nichts miteinander zu tun hätten.
 
Worte der Woche: „Wie wir wissen: Alle spielen Fußball, am Ende aber gewinnen die Deutschen" Die spanische Zeitung „El Mundo deportivo“ nach dem Sieg des FC Bayern München bei Real Madrid.
Autor:  pe (Regionalia Deutschland, Artikel-Nr. 6345)

Angelegt am 27.04.2012 15:07.

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