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Es ist abenteuerlich und faszinierend, zu einem unbekannten Ziel aufzubrechen. Doch dauerhaften Ziel-Erfolg gibt es nur mit intelligenten Gedanken, sorgfältiger Planung, exakter Ausführung und nach harter Arbeit. Werner Semmler

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Fußball-Splitter

 

Bayer Leverkusen: Kriegt Herr Dutt noch einmal die Kurve? Im eigentlich recht beschaulichen Leverkusen weht Robin Dutt ganz schön der Wind um die Ohren. Nach ein paar Wochen schon! Der Sieg in der Champions-League gegen die Mannschaft aus Genk hat Aufschub gegeben. Doch war es nur ein Pflichtsieg gegen ein Durchschnittsteam. Eine „Punkte-Beute“, die eingeplant war im Konzept unter dem Bayer-Kreuz. Ob Robin Dutt, der Bundesliga-Beau aus Köln, schon bei einer Niederlage hätte gehen müssen? Die sportliche Bilanz ist verheerend: 5 Niederlagen in 10 Spielen! Wollte Robin Dutt nicht Meister werden? Mit der Presse hat er es sich schon nach wenigen Wochen verscherzt. Sie wirft ihm Schönfärberei vor. Der Fußball-Trainer sei außerdem „oberlehrerhaft“. Seine Handlungen „technokratisch“ und oft nicht logisch erklärbar. Das ist harter Tobak. Erst verkündet Dutt, dass Ballack und Rolfes nicht zusammen spielen könnten. Doch dann tun sie es doch. Doch der schlimmste Vorwurf hat mit der Mannschaft zu tun. Es heißt die Profis vom Pillendreher-Klub stehen dem Führungsstil des früheren Stuttgarter Regionalliga-Trainers reserviert und skeptisch gegenüber. Folgen dem manchmal selbstverliebt wirkenden Trainer die Stars nicht mehr? Wünschen sie sich einen anderen Fußball-Vordenker? Nach weniger als 3 Monaten schon? Nach dem Gewinn-Spiel gegen Genk umarmte Dutt glücklich seinen Weltstar Michael Ballack. Der aber schaute reserviert. Im idyllischen Freiburg gab es angeblich keine Probleme. In Freiburg blieb alles unter dem Deckel. Selten findet hier Spezielles den Weg in die Presse. Kritik ist nicht erwünscht? Wir der der Wunsch auch höflich erfüllt? Von Schönfärberei war nur zu hören, nie zu lesen. Wurde eigentlich Dutts Führungsstil damals von der örtlichen Presse mal hinterfragt. Dabei soll es Alarmsignale gegeben haben. Kenner der Szene wundern deswegen nun sich nicht über gewisse Schwierigkeiten in Leverkusen. Sie sahen die Probleme kommen. Sind es nur Start-Schwierigkeiten, und ist Robin Dutt lernfähig? In einer pluralistischen Presselandschaft mit mutigen Journalisten könnte Robin Dutt weiter Probleme haben...
 
BVB Borussia Dortmund: Geldstrafe für zu lockere Zunge? Zwei Internet-Reporter von Borussia Dortmund mussten in dieser Woche blechen. Angeblich sollen sie auf Geheiß des Fußball-Verbandes DFB ein paar Tausend Euro hinblättern. Einer von ihnen muss in den nächsten Wochen schweigen. Er darf nicht mehr ans Mikro. Der ehemalige Fußball-Profi und Dortmunder Fußball-Held Norbert Dickel und der Kommentator Boris Rupert haben bei einem Dortmund-Spiel böse Pfui-Worte in Richtung Schiedsrichter benutzt. „A...loch“ und „du Blinder, du“!  Stehen jetzt auch noch Internet-Reporter unter der Gerichtsbarkeit des Fußball-Verbandes? Das ist eine merkwürdige Rechtsauffassung. Und muss man deswegen auch so einen Aufstand machen? Hätte eine Verwarnung für das den Tatbestand der Beleidigung erfüllende Wort „A...loch“ nicht gereicht? Will man unbedingt langweilige und gleichförmige Phrasendrescher-Berichte wie bei der öffentlich-rechtlichen Fußball-Konferenz mit ihren pseudo-emotionalen Reportern? Viele finden es lustig, wenn Dickel die knallbunten Trikots von Tim Wiese „Schwuchtel-Hemden“ nennt. Oder wenn er völlig überdreht zum Schiedsrichter schreit, „Wolfgang Stark, geh’ nach Hause“, oder einem gegnerischen Spieler nach einer Roten Karte hinterher ruft: „Hau ab, mach dich in die Kabine.“ Reaktionen von Fußball-Fans zeigen, dass sie lieber einen Kommentar von Reportern hören, die das Herz auf der Zunge tragen und in Richtung Schiri brüllen, dass der ein „Korinthenkacker vor dem Herrn“ sei. Fußball lebt von Emotionen und wer die immer mehr beschneidet, siehe Gäääähn-Interviews, der liegt zwar im allgemeinen Trend in unserer zunehmend grau in grauen Gesellschaft. Doch sägt er am eigenen Ast.
 
Schalke 04: Zurück in die Vergangenheit lautet die Losung beim Klub der „Königsblauen“. Mit dem Defensiv-Trainer Huub Stevens haben die Schalker einen Mann der alten Garde ins Revier zurück geholt. Der Knurrer aus Kerkrade is back! Der alte Adenauer-Ausspruch („Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern.“) hat auch in der deutschen Bundesliga noch heute Bestand. Stevens? Verteidigung vor Angriff! Die Null muss stehen! Mit Ralf Rangnick wollte man davor neue Wege beschreiten. Das öde Spiel der Schalker sollte modern und offensiv werden. Nun das Stevens-Revival!
Doch liegt das im Trend der Bundesliga-Macher. Konzepte werden ständig über den Haufen geworfen. Man schaue nach Bayern München, Hamburg oder Wolfsburg. Philosophien? Das sind oft nur Worte für die Presse. Überall in der Bundesliga wird Offensiv-Fußball ausgerufen. Ein Marketing-Trick? Die Realität sieht anders aus. Safety first! Defesnive ist das wichtigste im Fußball. Doch findet eine Verklärung statt. Dortmunds Hurra-Fußball war die Ausnahme. Magaths Wolfsburger wurden Meister dank der stabilsten Abwehr. Das waren keine Fußball-Festmahle, die der VW-Klub anbot. Mönchengladbach ist mit dem 1:0-Trainer Lucien Favre in der Erfolgsspur. Bayern-Macher Uli Hoeneß war die van Gaalschen Offensiv-Experimente leid. Er holte den bald 70jährigen Heynckes zurück zum Weltklub und hat Erfolg. Mit den Weltklasse-Indiviualisten, die Heynckes wieder in gute Laune versetzt hat, spielen sie erfolgreichen Fußball. Sie halten die Konkurrenz in der deutschen Bundesliga locker auf Distanz. Ein Trainer, der zuerst auf Offensive setzt, ist Heynckes aber nicht.
 
Fußball allgemein I: Der Schweizer Klub FC Sion ist wegen angeblicher Verstöße bei Transfers aus der Europa-League verbannt worden. Doch der Klub wehrte sich. Die Kuscherei vor den UEFA und FIFA-Oberen hat ein Ende? Sion gab sich nicht geschlagen und klagte. Ein Schweizer Kantonsgericht hat dem Verein nun Recht zugesprochen. Er darf starten. Und nun steht hier der staatliche Rechtsspruch aus einem souveränen und weltweit höchst anerkannten Land gegen die Binnen-Urteile von Sportrichtern. Ein Pulverfass! Die Fußball-Funktionäre reagieren, wie man es kennt. Selbstherrlich ignorieren sie das Urteil des ordentliches Gerichts und wurden deshalb nun angezeigt. Sie müssen vor dem Waadtländer Staatsanwalt antanzen. Wie geht es weiter? Es wäre höchste Zeit, dass den Sportverbänden, die seit Jahrzehnten ihr eigenes Süppchen kochen, auf die Finger geklopft wird. Filz, Korruption und Arroganz schreien zum Himmel. Doch zu rechnen ist nicht mit einer „Aufräum-Aktion“. Es wird höchstens ein Scheingeschäft für die Öffentlichkeit präsentiert werden. Die Verbindungen zwischen Sport und Politik sind zu freundschaftlich. Man wird sich schon helfen. Denn würde sich das zivile Recht durchsetzen, was angeblich eine Selbstverständlichkeit in der westlichen Welt ist, käme das einem Fußball-Erdbeben gleich.
 
Fußball allgemein II: Dass die Sportgerichtsarbeit eine Überholung nötig hat, zeigt auch das Beispiel von Carlos Tevez. Der Vollblut-Stürmer von Manchester City verweigerte in der Champions-League seine Einswechslung. Später widersprach er. Doch nicht nur die TV-Bilder sprechen gegen seine „Nachträglich-Version“. Der Lustlos-Profi hat offenbar die Nase voll von Fish&Chips und vom englischen Regen. Tevez will weg. Das ist lange bekannt. Manchesters Trainer hat den bockigen Stürmer nach dem Spiel praktisch rausgeworfen. Doch kam genau das dem Argentinier nicht gerade recht? Hat er die Eskalation in München vor aller Augen provoziert? Tevez benötigte sogar Polizeischutz vor den aufgebrachten Manchester-Fans. Tevez weiß, dass der Verein schlechte Karten hat. Von einer Dauer-Suspendierung war 2 Tage später auch nicht mehr die Rede. 2 Wochen soll er nicht aufgestellt werden. Und er soll eine saftige Geldstrafe zahlen, die der Gaucho allerdings einkalkuliert haben könnte. Er verdient angeblich 1 Million Pfund pro Monat. Die Fußball-Klubs sind machtlos. Manchester City, das 55 Millionen Euro für den Exzentriker gezahlt hat, könnte es sich zwar leisten, Tevez auf der Tribüne versauern zu lassen. Die Realität sieht aber meistens anders aus. Ein niedergeschriebenes Agreement könnte helfen. Die Klubs verpflichten sich, die mehrfach als Lustlos-Profis aufgefallenen Fußballer nicht zu verpflichten. Geld aus einem gemeinsam gestifteten Solidaritätsfond könnte die Kosten ausgleichen. Die Polizei aus Manchester will übrigens auch ihr Geld. Sie wollen dem Klub eines steinreichen Scheichs angeblich den Polizeieinsatz in Rechnung stellen.

  (Regionalia Deutschland, Artikel-Nr. 5477)

Angelegt am 01.10.2011 01:17.

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